zur Navigation springen

Zwischen Rehna und Poel : Die Zahl der entdeckten Alkoholfahrten sinkt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Polizei gibt dennoch keine Entwarnung . Verstärkte Kontrollen am langen Wochenende

Betrunken gegen einen Straßenbaum, betrunken gegen ein Verkehrsschild. Polizisten hatten am Wochenende im Nordwestkreis alle Hände voll zu tun. Einige Autofahrer hatten zu tief ins Glas geschaut und sich dennoch hinters Lenkrad ihres Autos gesetzt. Spitzenreiter war ein Mann, der mit drei Promille noch Auto fuhr. „So ein Wert ist nicht alltäglich“, sagt Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion in Wismar. Aber auch solch hohe Alkoholwerte messen ihre Kollegen immer mal wieder bei Kontrollen. Und auch die Häufung der Alkoholfahrten am vergangenen Wochenende „sticht heraus“, sagt die Polizeikommissarin.

Alle Ereignisse vom Wochenende gingen vergleichsweise glimpflich aus. Keiner der Alkoholfahrer wurde gefährlich verletzt und vor allem keine Unbeteiligten in Mitleidenschaft gezogen. Doch die Vorfälle der vergangenen Tage zeigen mal wieder: Das Thema Alkohol im Straßenverkehr ist in Nordwestmecklenburg ein Dauerbrenner.

Dabei fällt beim Blick in die Statistik zuerst einmal auf, dass die Zahl der ertappten Fahrer unter Alkoholeinfluss im vergangenen Jahr gesunken ist. 202 Alkoholfahrten beendete die Polizei. 2014 waren es noch 261. Wird weniger betrunken Auto gefahren oder kontrolliert die Polizei weniger? „Die Zahlen bedeuten nicht zwangsläufig, dass es weniger Alkoholfahrten gibt“, sagt Nancy Schönenberg. Und weniger kontrolliert wird auch nicht. Über die Ursachen könne nur spekuliert werden. Denn es handelt sich um sogenannte Kontrolldelikte. Das heißt, sie fallen nur auf, wenn die Polizei einen Fahrer anhält und pusten lässt oder bei einem Unfall feststellt, dass der Fahrer alkoholisiert ist. Im ersten Fall spielt die Erfahrung der Beamten eine große Rolle, aber auch Kommissar Zufall muss helfen. Und die Polizei geht von einem großen Dunkelfeld aus.

Wenn Polizisten einen betrunkenen Fahrer aus dem Verkehr ziehen, wird’s richtig teuer. Je nachdem wie viel Alkohol im Blut gefunden wurde, staffeln sich Bußgelder oder Strafgelder. Zwischen 0,5 Promille bis 1,09 Promille werden schon 500 Euro fällig, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg kommem dazu.

Mit Blick auf das verlängerte Wochenende und Herrentag sagt die Polizeisprecherin: „Wir sind darauf fokussiert.“ Soll heißen, die Polizei wird verstärkt kontrollieren. Wer vergnügliche Tage erleben möchte, sollte nicht betrunken Auto fahren.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen