Die "Wölfe" kommen ins Jahn-Stadion

<strong>Fast die komplette Mannschaft </strong>saß nach dem Training vor dem Fernseher und feierte nach der Auslosung über das Losglück.
Fast die komplette Mannschaft saß nach dem Training vor dem Fernseher und feierte nach der Auslosung über das Losglück.

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24. Juni 2012, 05:49 Uhr

Schönberg | Pünktlich ab 18.05 Uhr saßen die Schönberger Verbandsliga-Fußballer vor dem Fernseher im Sportlerheim. Zuvor hatten sie selbst am Sonnabend eine Trainingseinheit unter Axel Giere hinter sich gebracht, nachdem am Mittwoch das Auftakttraining absolviert worden war. Dann ging es fix in die Dusche und ab vor dem Fernseher. Denn im Hauptquartier der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Danzig wurde die erste DFB-Pokal-Hauptrunde ausgelost und daran nimmt auch der FC Schönberg 95 als amtierender Landespokalsieger teil. Die Rolle der Glücksfee übernahm DFB-Nationalspielerin Viola Odebrecht, die ab der neuen Spielzeit für das Frauen-Bundesligateam des VfL Wolfsburg auflaufen wird und sie brachte den Maurinestädtern schließlich mit dem VfL Wolfsburg auch wieder einmal einen Bundesligisten ins Jahn-Stadion. "Es ist ein tolles Los. Wieder ein Bundesligist, wieder ein Deutscher Meister", erklärte der sportliche Leiter der Grün-Weißen, Sven Wittfoth. Der selbst trifft dann auf einen alten Bekannten. Denn Wolfsburgs Trainer Felix Magath weiß genau, wo das kleine Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern liegt. 2001 war er mit dem VfB Stuttgart schon einmal an der Maurine und hätte fast eine der schwärzesten Stunden seiner Trainerkarriere erlebt. Denn zur Pause führte der FC Schönberg 95 bereits mit 2:0. Doch in den zweiten 45 Minuten drehte der Bundesligist die Partie, gewann 4:2 und schrammte knapp an einer Blamage vorbei. Damals spielte Wittfot, der von 1995 bis 1997 unter Magath in der Reserve des Hamburger Sportvereins mittrainierte, selbst mit. Auch Trainer Axel Giere war erfreut über das Losglück. "Wir spielen gegen einen Bundesligisten. Das ist Freude genug. Es ist ein attraktives Los. Und das haben wir uns gewünscht", so der Rehnaer. Für den Gadebuscher Daniel Bendlin, der sich in den kühnsten Träumen den FC Schalke gewünscht hätte, bleibt dieser Wunsch zwar unerfüllt, doch nach nur einer Halbserie beim FC Schönberg 95 schon gegen einen Bundesligisten antreten zu können, ist auch für ihn "sensationell".

Ob der FC Schönberg 95 wirklich im Jahn-Stadion spielen darf, oder wie der FC Anker Wismar gegen Hannover 96 auf die Lübecker Lohmühle ausweichen muss, wird am 4. Juli beim Deutschen Fußballbund (DFB) in Frankfurt/Main beraten.

Ausgespielt wird die erste Hauptrunde am Wochenende 17. bis 20. August. Eine Woche später folgt dann der Startschuss für die neue Bundesliga-Saison.

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