DRK-Kreisverband Nordwestmecklenburg : Die Wasserretter aus dem Binnenland

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Ronald Kobel ist Mitbegründer der am 23. Januar 1998 gebildeten Wassergefahrengruppe des DRK-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg. Sein Sohn Paul ist mit der ehrenamtlichen Arbeit seiner Eltern aufgewachsen.

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28. Januar 2013, 09:59 Uhr

Lützow | "Letztendlich ist man stolz in einer Gruppe zu sein, die schon so lange im Katastrophenschutz tätig ist", betonte Caroline Kobel. Sie ist Mutter eines vierjährigen Sohnes und schon lange ein Mitglied der Wassergefahrengruppe des DRK-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg. Ihr Sohn Paul ist mit der ehrenamtlichen Arbeit seiner Eltern aufgewachsen und schon von früh an mit zu den Veranstaltungen und Übungen der Katastrophenschutzgruppe genommen worden. "Ich hoffe, dass er das für sein Leben übernimmt und später auch in der Gesellschaft ehrenamtlich arbeitet", so Caroline Kobel.

Sein Vater, Ronald Kobel, ist Mitbegründer der am 23. Januar 1998 gebildeten Wassergefahrengruppe. "Seit 1970 war ich Rettungsschwimmer innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes, doch mein Traum war es, Motorboot zu fahren", erzählt der 57-Jährige. Als dann 1997 das Signal vom Landkreis kam, eine Wassergefahrengruppe zu gründen, war Ronald Kobel sofort dabei. Da alle Anforderungen erfüllt worden seien, gewann das Deutsche Rote Kreuz die Ausschreibung für die Einrichtung einer solchen Gruppe und konnte mit zwölf jungen Mitstreitern zwischen 16 und 20 Jahren errichtet werden. Um als Bereitschaftsgruppe für den Ernstfall ausgebildet zu sein, lernen die Mitglieder der Wassergefahrengruppe bis heute Erste Hilfe und absolvieren darüber hinaus eine umfangreiche Sanitätsausbildung, eine Rettungsschwimmerausbildung, eine Bootsführerausbildung, eine Funk- sowie Kraftfahrerausbildung. "Dreimal mussten wir seit der Gründung ausrücken", erzählt Ronald Kobel auf der Feier in der "Scharfen Kurve" in Lützow anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Truppe. Das erste Mal seien sie auf dem Rückweg einer Wasserrettungsübung gewesen, als der Anruf kam, ob sie wieder einsatzbereit wären. In Grevesmühlen fand eine Vermisstensuche auf dem Vielbecker See statt. "Das war auch das erste Mal, dass wir mit der Taucherstaffel der Polizei zusammengearbeitet haben", erinnert sich der 57-Jährige. Die vermisste Person wurde jedoch Tage später tot gefunden.

Um in solchen Situationen schneller eingreifen zu können, bekam die Gruppe Ende vorigen Jahres ein Gerät zur Unterwasserortung von der Katastrophenschutzbehörde, verkündete der jetzige Leiter Andreas Zielke. Anlässlich der Feier bekundete auch Hans-Dieter Frey, in Vertretung der Landrätin, seine Unterstützung mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro. "Entscheidend ist, dass die Wassergefahrengruppe eine Katastrophenschutzgruppe ist, auf die wir nicht verzichten wollen", sagte Frey, Leiter vom Eigenbetrieb Rettungsdienst des Brand- und Katastrophenschutzes Nordwestmecklenburg, stolz. Einen weiteren Scheck über 200 Euro übergab auch Holger Kruse, der Rettungsdienstleiter des Kreises Nordwestmecklenburg, dem Gruppenleiter Zielke und schloss sich somit an das Lob über die Arbeit der Bereitschaftsgruppe an.

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