Klein Thurow : Die Vielfalt im Reservat erleben

Bei der ersten Biosphären-Wochemit dabei: Jutta und Frank Strauß, die in Klein Thurow das Flammkuchen-Fest ausrichten
Bei der ersten Biosphären-Wochemit dabei: Jutta und Frank Strauß, die in Klein Thurow das Flammkuchen-Fest ausrichten

Das Biosphärenreservatsamt will mit einer Aktionswoche auf Natur und Angebote aufmerksam machen

von
23. August 2018, 05:00 Uhr

Teig rein, keine zwei Minuten warten, Teig raus und fertig – Flammkuchen backen für die Nachbarschaft ist nur eine von vielen Aktionen der Biosphärenwoche. Sie soll ein Bewusstsein für die Natur wecken und auf das Reservat aufmerksam machen. Das ist das erklärte Ziel der ersten Biosphärenwoche vom Sonntag 26. August bis Sonntag 2. September, berichtet Ulrike Müller vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe. Dazu hat das Amt verschiedenste Partner aus der Umgebung mit ins Boot geholt.

Mit dabei sind Jutta und Frank Strauß. Die Wochenend-Klein Thurower, die unter der Woche in Hamburg arbeiten und leben, richten in diesem Jahr zum sechsten Mal das Flammkuchen-Fest aus. Bis zu 70 Gäste haben sie an einem Abend mit Flammkuchen versorgt – kostenfrei. Oder besser gesagt: Jeder kann geben, was er geben möchte. Dazu steht eine Sammelbox auf dem Hof. „Das Fest ist für uns eine Art Dankeschön. Wir sind hier so herzlich aufgenommen worden und wollen so etwas zurückgeben“, sagt Frank Strauß. Die Idee kam wegen des großen Ofens, der bei ihren Ferienhäusern steht. Der große Brotbackofen mit eigenem Dach und Gestühl soll allen Bewohnern guttun. „Früher haben alle Bewohner im Dorf ihre Brote zum Backen zu einem Ofen gebracht. Diese Idee wollten wir hier aufgreifen“, erklärt Jutta Strauß. Dafür sind auch drei Stunden anheizen keine Hürde. Gebacken wird nach traditioneller mecklenburger Weise. Dafür hat sich Frank Strauß extra ein altes Buch im Antiquariat gekauft. Wer selbst einmal den selbstgebackenen Flammkuchen probieren möchte, kann dies am 1. September ab 19 Uhr tun. „Jeder ist willkommen – Gäste und Anwohner gleichermaßen“, so die 50-Jährige.

Gerade darum geht es dem Biosphärenreservatsamt. „Wir wollen die Verbindung der beiden Reservate in den Fokus rücken. Wir sind schon seit zehn Jahren das Amt für zwei Reservate – Schaalsee und Elbe“, so Ulrike Müller. Dabei seien gerade die Partner in der Region besonders relevant. „Wir leben von den Initiativen der Partner.“ Doch viele dieser Partner – und der Biosphärenbewohner – wüssten nichts über ihre direkten Nachbarn. „Darum wollen wir dazu einladen, sich auch mit dem jeweils anderen Reservat auseinanderzusetzen“, erklärt Ulrike Müller.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich das Amt eine breitgefächerte Angebotsspanne überlegt. „Vom Gärtnern über Meditation bis hin zu Ranger-Führungen und kritischen Filmen im Kino Boizenburg ist alles mit dabei“, erklärt Ulrike Müller.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen