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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Oktober 2017 | 17:11 Uhr

Wandertag : Die Vielfalt der Natur entdeckt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Grundschüler aus Lützow erkunden den Geflügelhof Rosenow und die Radegast

von
erstellt am 11.Apr.2014 | 00:00 Uhr

Weinbergschnecken wo man nur hinschaut: Die Zweitklässler der Regionalschule Lützow staunten nicht schlecht, als sie sich gestern auf Schusters Rappen durch die Natur zur Quelle der Radegast aufmachten und zahlreiche Schneckenhäuser inklusive Bewohner entdeckten. Das Erkunden der reichhaltigen Flora und Fauna links und rechts des Flusslaufes war das wesentliche Thema der Frühlingswanderung. „Ein sechs Kilometer langer Fußmarsch, der es in sich hat. Einige der Kinder sind ein wenig geschafft“, sagt Klassenleiterin Brigitte Krischkowski. Sie bittet dennoch um Aufmerksamkeit und vor allem um Rücksicht auf die großen Weinbergschnecken. „Vergangenes Jahr gab es in der Klasse ein Schneckenprojekt. Schon interessant anzuschauen, wie die Kinder mit offenen Augen durch die Natur gehen“, so Krischkowski. Behutsam setzen die Kinder die Schnecken zurück ins Gras.

Somit blieben auch die kleinen Osternester am Wanderweg nicht unentdeckt. Darin befand sich nicht allein Süßes. Vielmehr war ein gutes Wissen zur Heimat gefragt, wer die hinterlegten Quizfragen richtig beantworten wollte. Wie lang ist die Radegast? Durch welchen See fließt sie? 34 Kilometer Länge und der Neddersee waren die richtigen Antworten, die auch Jolena wusste. Sie gewann.

Dank tatkräftiger Unterstützung einiger Mütter war die Radegastwanderung logistisch bestens vorbereitet. Bratklopse, Tee in Variationen und natürlich ein wenig Süßes gab es zur Stärkung auf dem kleinen Rastplatz an der Radegast. Selbst an die Gummistiefel wurde gedacht und somit schlüpften auch Justus und Levin schnell in ihr wasserdichtes Schuhwerk. Dicht oder nicht? Kinder wären bekanntlich keine richtigen Eroberer, wenn sie sich nicht ausprobieren dürften. Dabei darf es auch schon mal an die Grenzen gehen. Zumindest was die Höhe der Stiefelränder betrifft. Nasse Hosen und Socken waren in Einzelfällen vorprogrammiert, ebenso trockene Socken und eine neue Jeans.

„Nun geht es in Richtung Quelle, wo wir hoffentlich noch die ein oder andere Schlüsselblume entdecken“, so Krischkowski. Blumen für die Klassenleiterin, die hatten die Kinder bereits vor Abmarsch entdeckt – ein kleiner Frühlingsgruß von den nicht weniger begeisterten Müttern.

Im rund zehn Kilometer entfernten Rosenower Forst erkundeten die Erstklässler den Geflügelhof Jantzen. So wenige Tage vor dem Osterfest gilt der Hof als sichere Adresse, wenn es um die Vielfalt von Eiern geht. Was alles in einem Ei stecken kann, zeigte Hofleiter Harald Jantzen einer sichtlich erfreuten Kindergruppe: Ein Küken mit noch dünnem Federkleid. „Wie viele Tiere mag die Glucke noch unter ihrem Federkleid schützen?“, fragt Jantzen. Das fröhliche Zählen beginnt und endet mit Staunen, als sich alle 15 Tiere zeigten. „Das sind ja so viele, wie wir in der Klasse sind“, sagt Adam. Während die „Kükenschule“ auf der Wiese nach Essbarem sucht , bittet Harald Jantzen zum Eintritt in den Bienenwagen. 15 Völker beherbergt dieser aktuell. Bei 37 Celsius im Kasten herrscht bereits emsiges Treiben. Das nimmt noch zu , meint Jantzen, wenn erst die Kirschbäume blühen. Es ist eben nur noch eine Frage der Zeit, dass sich der Frühling in seiner kompletten Bandbreite zeigt.

Das gefällt Klassenleiterin Doris Geese: „Wir sind unterwegs um den Frühling zu suchen.“ Blühender Klee im Wald, die Anemonen am Körnerdenkmal deuten auf ein Erwachen der Natur hin. Genau das möchte Geese mit den Kindern erleben, sie für die schönen Dinge sensibilisieren. Da gibt es nichts Schöneres, als eine Wanderung vor der eigenen Haustür – Heimatkunde zum Anfassen. Dabei erkunden die Erstklässler auch den Ursprung des Osterfestes, was mehr als ein freier Schultag ist. „Ohne Ostern gebe es kein Weihnachten“, so die Kinder die auf ihren Wandertagen auch Wissenswertes über die kirchlichen Feiertage erfahren.

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