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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 09:44 Uhr

Wedendorf : Die vergessene Gitarre aus Nazareth

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lydia Pätsch und ihr Mann Gerd machten einen ungewöhnlichen Fund

von
erstellt am 26.Aug.2014 | 00:12 Uhr

Ist dies die Gitarre eines Stars? Diese Frage stellen sich Einwohner aus Wedendorf. Sie entdeckten während eines Spaziergangs diese Akkustikgitarre und meldeten den möglichen Sensationsfund per „Heißem Draht“ der SVZ. Die beiden Finder Lydia und Gerd Pätsch hoffen, dass der rechtmäßige Besitzer das Instrument bald wieder in seine Hände nehmen kann. Behalten wollen sie es nicht.

Eine Klampfe aus dem Billigmarkt ist das Fundstück nicht. Es handelt sich um ein Instrument, das in Nazareth (Pennsylvania) hergestellt wurde und laut Listenpreis mehr als 700 Euro kostet. Die Herstellerfirma ist das renommierte Unternehmen „Martin & Co“, das 1833 von einem deutschen Emigranten gegründet wurde.

Mit Gitarren aus dem Hause Martin & Co spielten bereits Größen der Musikszenen wie Eric Clapton, Mark Knopfler oder Sting. Eine Signatur von einem dieser Stars lässt sich auf dem Fundstück zwar nicht finden. Stattdessen sind auf der Klampfe Schriftzüge wie „John Lennon, I love him“ zu lesen.

Lydia und Gerd Pätsch aus Wedendorf vermuten, dass die Gitarre möglicherweise nach einer Party vergessen worden sein könnte. Sie hatten die „Martin“ am Wanderweg zum Wedendorfer Schloss entdeckt und sicherheitshalber mitgenommen, damit das Instrument nicht beschädigt wird.

Dass eine Gitarre ein Fundobjekt wird, ist eher die Ausnahme. So werden meistens Schlüssel und Fahrräder gefunden und im Fundbüro des Amtes Rehna abgegeben. „Zum Teil sind auch Handys dabei“, sagt Bernd Karnatz vom Amt Rehna.

Egal wie groß, wie klein oder wie wertvoll die Fundstücke sind, es gilt: Hat sich der rechtmäßige Besitzer nach mindestens einem halben Jahr nicht im Fundbüro gemeldet, kann die Sache in den Besitz des Finders übergehen. Will dieser das Fundstück nicht haben, gehört es der Kommune, die beispielsweise gut erhaltene Fahrräder sozialen Einrichtungen spenden kann.

Den bislang kuriosesten Fund im Amtsbereich Rehna hatten vor rund zwei Jahren Mitarbeiter des Amtshofes gemacht. Sie entdeckten bei Mäharbeiten im Bereich Schlagsdorf ein Nivelliergerät. Der Eigentümer konnte trotz Recherchen beim Hersteller nicht ausfindig gemacht werden. Heute nutzen Mitarbeiter des Amtshofs das Messinstrument für kleinere Arbeiten für Kommunen.

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