Kunst und Handwerk : Die Töpferei von Neschow

Die Werkstatt von Franziska Otto befindet sich im Aufbau. Mit Unterstützung der Familie geht es voran.
Die Werkstatt von Franziska Otto befindet sich im Aufbau. Mit Unterstützung der Familie geht es voran.

Franziska Otto baut Werkstatt auf und präsentiert sich an Pfingsten bei „Kunst offen“

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18. März 2015, 00:31 Uhr

Echtes Handwerk ist gefragt. Insbesondere die Kunst des Töpferns begeistert nicht nur allein Menschen, die auf Individualität setzen. Franziska Otto aus Neschow bringt jetzt ihre Töpferscheibe ordentlich in Schwung. Ihr Ziel: Eine eigene Keramikwerkstatt mit Elektro- und Holzbrandofen. Ein langer Weg, wie sie sagt und präsentiert das im Umbau befindliche Anwesen der Familie nebst Werkstatträume für die Töpferei.

Den Tag der Töpferei wählte sie für neue Kontakte zu den Menschen der Region. „Ich möchte zeigen, was geht, denn beim Thema Keramik, sprechen wir von einer großen Bandbreite“, sagt die junge Frau.

Franziska Otto ist vom Fach. Die heute 30-Jährige stammt aus Tangermünde an der Elbe, lernte in Havelberg den Beruf der Keramikerin mit der Ausrichtung Scheibentöpferei. „Ich bin durchaus vorbelastet. Als Kind war ich mit meinen Eltern auf zahlreichen Märkten unterwegs, wurde die Keramik aus der Familienwerkstatt angeboten.“

Nach dem Abi und dem Freiwilligen Ökologischen Jahr kam es doch anders als geplant. „Familie und Kinder verlangen ihre Zeit“, meint Franziska Otto. Dennoch lasse sich alles irgendwie unter einem Hut bekommen. Alles brauche seine Zeit, meint sie.

Seit 2011 arbeitet die Familie am neuen Zuhause in Neschow. Gemeinsam mit ihren Mann, der als Zimmerer arbeitet, wird das alte Haus an der Straße zwischen Neschow und Raddingsdorf ausgebaut. „Im vergangenen Jahren öffneten wir zu ,Kunst offen‘ an Pfingsten erstmals die Werkstatt. In diesem Jahr sind wir erneut dabei. Dann sieht es in der Werkstatt schon ganz anders aus“, so Franziska Otto. Der Inhalt ihrer Arbeit ist Gebrauchskeramik. „Geschirr für Garten und Haus“, so die Neschowerin. Nicht zuletzt unterstützten sie jüngst die Carlower im Werden ihrer Werkstatt. Dabei entstanden Keramik-Trinkbecher mit Schriftzug.

„Wer Töpfer sein will, der braucht viel Energie“, meint Otto. Bei der Arbeit an der Drehscheibe dürfe man nicht zwangsläufig auf die Uhr schauen. „Letztlich ist es immer wieder ein schönes Gefühl, dass etwas Besonderes entsteht, eben keine Massenware“, sagt die Neschowerin. Unterstützung für das Projekt Töpferei gibt es in der Familie und bei Freunden. Während ihr Mann als Zimmerer handwerkliche Aufgaben übernimmt, packen in dem kleinen Ort die Freunde aus der benachbarten Schmiede mit an.

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