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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 11:48 Uhr

Gadebusch : Die Suche nach dem richtigen Job

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Berufswahlparcours für Schüler aus Gadebusch und Nordwestmecklenburg

von
erstellt am 12.Jan.2017 | 04:45 Uhr

Unter dem Motto „Abenteuer Zukunft“ startete gestern erstmals für die Schulen im Kreis der Berufswahlparcours „Learn about skills“ in der Markthalle von Wismar. Eine Premiere, bei der die Mädchen und Jungen der 7. Klassen der Regionalschule „Heinrich Heine“ und Förderschule aus Gadebusch in der ersten Reihe saßen. Hunderte im Nordwesten, Tausende Schüler in ganz MV werden diese Chance in Wismar und in anderen Städten nutzen. „Wir möchten den Kindern hier und heute einen Impuls für die Wahl ihres späteren Berufes geben“, sagt David Rupp von der durchführenden Agentur Sinus. In ganz MV nehmen 6500 Kinder daran teil.

Eine frühzeitige Entdeckung der Stärken und Schwächen gilt als entscheidend, wenn es um die Vereinbarung von Berufswunsch und persönlicher Lebensplanung geht. Von Letzterem sind die Jugendlichen in der Masse noch weit entfernt. Aber: „Träume benennen, Stärken und Schwächen herausarbeiten, als auch die Chancen einer möglichen Neuorientierung erkennen, ist ein grundlegender Ansatz des Projektes“, sagt David Rupp. Letztlich sei auch Spaß an der Arbeit ein wesentlicher Motivationsfaktor.

Klare Vorstellungen vom Arbeitsleben, die brachte Vincent Heise mit: „Mechatroniker in den Dräger-Werken, so lautet mein Ziel“, sagt der Gadebuscher Schüler. Derart konkret konnten die wenigsten der 50 anwesenden Schüler zum Auftakt ihre Zukunftswege benennen.

Der Stationsbetrieb in der Markthalle soll Abhilfe schaffen. Junge und jugendliche Betreuer motivieren dort die 13- und 14-Jährigen zum Mitmachen oder hinterfragen Ziele, Wünsche, Vorstellungen in einer völlig ungezwungenen Atmosphäre.

Dass dabei Vincent und sein Schulkumpel Erik Burmeister kurz darauf mit Taucherflossen über den Teppich flitzen, sorgte bei Unbeteiligten für den einen oder anderen Schmunzler. Dabei drehte sich bei dieser Übung alles um Fragen des Miteinanders. „Wer nicht aufpasst, der stolpert mit den Flossen leicht. Außerdem mussten wir noch einen Tisch mit einem darauf platzierten Ball durch ein Labyrinth transportieren“, erzählt Vincent. Eine Aufgabe für jene, die im Team ihre Stärken entwickeln. Für derart positive Eigenschaften gab es einen Aufkleber und am Ende neue Erkenntnisse über Berufswahlmöglichkeiten. Ein 80-Minuten-Programm, das die Kreativität, Geschick im Handwerk, Hilfsbereitschaft und die „Bühnenpräsenz“, die das Leben für jeden Menschen in unterschiedlichster Form bereithält, schulte.

Greta Gerdes und Marven Meyer konnten dem mit „Parcours-Reiseleiter“ Gino Santo improvisierten Bühnenstück einiges abgewinnen: „Das ist echt spontan und spaßig.“ Natürlich mit Hintergrund, wie Santo sagt: „Die Kinder erhalten ein Thema, Alltagsgeschichten mit Streitfragen und weiteren Handlungen. All das müssen sie umgehend mit Dialogen umsetzen. Wir zeigen, was sich durch Änderungen im Gespräch und den Handlungen zum Schluss verändert. “

Dass nach Schwerin nun auch Wismar über solch einen Berufswahlparcours verfügt, begrüßt Bildungsministerin Birgit Hesse: „Das ist eine gute Möglichkeit, seine Stärken frühzeitig zu erkennen. Es ist der Beginn, sich mit Fragen zum Beruf zu beschäftigen.“

Und dass all das keine Eintagsfliege ist, versicherte Arbeitsagenturchef Guntram Sydow: „Das Land MV und die Agentur für Arbeit stellen jährlich zwei Millionen Euro bereit.“

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