Gadebusch : Die Sternsinger wandern durch die Münzstadt

Zur Belohnung bekommen die Sternsinger Süßigkeiten und Obst von Ramona Hansen (re.).
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Zur Belohnung bekommen die Sternsinger Süßigkeiten und Obst von Ramona Hansen (re.).

Die Kita „Arche Noah“ schickt vier kleine Heilige Könige unter anderem in die Tagespflege der Volkssolidarität

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05. Januar 2018, 04:45 Uhr

Gespannt warten die Senioren in der Tagespflegeeinrichtung der Volkssolidarität auf den Auftritt der Sternsinger. Die kommen aus der Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Gadebusch. Unter der Leitung von Erzieherin Anke Hanft ziehen die vier kleinen Sänger gestern von Haus zu Haus und verteilen den Segen „20-C+M+B-18“.

„Die Buchstaben im Segenswusch stehen übrigens nicht für die Heiligen Drei Könige Balthasar, Melchior und Caspar, sondern für ,Christus mansionem benedicat‘ – Christus, segne dieses Haus“, erklärt die Gadebuscherin. Für sie hat das Besuchen von Einrichtungen und Familien bereits lange Tradition. „Ich mache das schon seit über 20 Jahren. In Gadebusch sind die Sternsinger schon bekannt.“

Am gestrigen Tag führte der Weg die vier kostümierten Kita-Kinder in insgesamt neun Stationen. Mit Umhang, Krone und Sternenstab besuchten sie dabei unter anderem die Tagespflegeeinrichtung der Volkssolidarität in Gadebusch. Schon vor dem Auftauchen der Kinder waren die Sternsinger das Thema Nummer Eins. „Welche Bedeutung haben die Sternsinger? Und wie hießen die drei Könige eigentlich?“ Als die vier Kita-Kinder dann aber eintraten, wurde es schnell still.

Nach einem Segenswunsch von Anke Hanft wurde gesungen – wobei die Senioren tatkräftig unterstützten. Danach ging der kleine König Eddy mit einem Kästchen herum und sammelte Spenden. „Wir sammeln für Kinder in Indien. Denn alle Kinder auf der Welt sollten es gut haben“, sagt die Erzieherin. Das Kästchen wurde in der Kita selbst gebastelt. Dazu hat Anke Hanft eine Spendenbescheinigung besorgt. „Damit die Leute auch wissen, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht“, erklärt die Erzieherin.

Los ging die Reise der Kita „Arche Noah“ schon am Dienstag. In Rehna empfingen die Kita-Kinder den Segen von Pfarrer Ferdinand Zerhusen in Rehna. „Wir bekamen den Auftrag, Segen zu bringen, von Jesus zu erzählen und Gutes zu tun“, erklärt die Gadebuscherin. Für den heutigen Sammeltag – immerhin knapp drei Stunden – haben sich sofort vier freiwillige Kinder in der Kita gefunden. Für Anke Hanft ist es eine Sitte aus Überzeugung. „Wir wollen Vertrauen schenken und Vertrauen erhalten.“

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