Wismar : Die Spur der Papagoyenkette

Beeindruckende Lasershow in der Georgenkirche Fotos: Nicole Hollatz
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Beeindruckende Lasershow in der Georgenkirche Fotos: Nicole Hollatz

Lichterfest und Krimizeit in der Altstadt von Wismar / Mehr als 1000 Gäste bewunderten die Kunstwerke

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16. November 2015, 00:17 Uhr

Novemberlicht kann faszinierend sein. Zumindest in der Kreisstadt Wismar. Dort lockten die Stadtwerke zu den traditionellen Novemberlichtern. Mehr als 1000 Menschen trafen sich als Höhepunkt jeweils in der Georgenkirche, um dort eine faszinierende Lasershow zu genießen. Vorher zog der Tross unter dem Motto „Sherlock Holmes trifft SOKO Wismar“ mit einer kleinen Stadtführung vom Markt über die Großschmiedestraße, Altwismar- und Lübschestraße bis hin zur Georgenkirche.

Die Massen folgten einem Dieb! Der hatte die historische Papagoyenkette der Kaufmannscompagnie gestohlen – die Kette gibt es wirklich, sie beschäftigte 2013 als echter Krimi die Justiz. Der um 1614 in der Hansestadt geschmiedete, vergoldete Silberschmuck mit Papageien-Anhänger hatte der 1379 gegründeten Papagoyen-Gesellschaft und späteren Kaufmanns-Compagnie als Ehrensymbol gedient. Und nun wurde er vor hunderten Zeugen auf dem Marktplatz gestohlen. Aber zum Glück war der berühmte Detektiv Sherlock Holmes in der Stadt.

Moderator Leif Tennemann spielte den Ermittler. Im Sherlock-Holmes-Kostüm mit rutschender Hose und seinen altbekannten Sprüchen folgte er der Spur der gestohlenen Papagoyenkette durch die Stadt. Neben ihm die finnische Austauschpolizistin Leena Virtanen aus der Fernsehserie „SOKO Wismar“. Gästeführerin Ulrike Lebek trug die Uniform der Schauspielerin Li Hagman und erzählte auf dem weiteren Weg des - unsichtbaren - Diebes und damit der Menschenmassen immer wieder spannende Details über die Straßen und damit die Wismarer Geschichte. Manch einen Zaungast im Fenster über den Köpfen der Menschenmenge erklärte Tennemann spaßeshalber zum Verdächtigen.

Die erste „heiße Spur“ legte Feuerkünstler Ricardo Exposito Leon in der Altwismarstraße mit seiner Show. Heiß! Mit zum Teil freiem Oberkörper erhellte er feuerspuckend den Nachthimmel oder ließ die Damen im Publikum ängstlich gucken, als er sich eine Fackel in die Hose steckte.

Vor dem Karstadtplatz wartete der Musiker Joe Green auf die Spurensucher. Mit Gitarre und guter Stimme ließ er die Menschen bekannte Lieder mitsingen. Derweil wartete schon die erste Menschentraube vor der noch geschlossenen Georgenkirche, um möglichst gute Plätze für die Lasershow dort zu bekommen. Die Geschichte, die per Laserlicht auf der Leinwand erzählt wurde, war schon etwas abstrus zwischen Sherlock Holmes, dem Metallsuchgerät und vielen bekannten Wismarer Namen. Umso intensiver danach die Lasershow mit Nebel und Musik.
 


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