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Sternsinger auf Tour : Die sieben singenden Könige

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinschaftsaktion der katholischen und evangelischen Kirche: Sternsinger erteilen in Gadebusch und Rehna den Segen für das Jahr 2014

Janis trägt zum ersten Mal die Krone. Das goldene Prachtstück sitzt fest auf seinem Kopf. Janis ist fünf Jahre alt undist jetzt als Sternsinger in Gadebusch unterwegs – zusammen mit seinem Bruder Jonas (7) und fünf weiteren Kindern aus Gadebusch und Klein Welzin. Als die Heiligen Drei Könige – Kaspar, Melchior und Balthasar – verkleidet ziehen die Sternsinger der Gemeinden Rehna, Gadebusch und Schönberg zu Privathäusern und Geschäftsleuten in der Stadt, um diesen nach altem Brauch den Segensspruch „20*C+M+B+14“ an die Türrahmen zu schreiben. Die Buchstaben stehen für „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.

Mit einem Stern, den sie vorweg tragen, sind die Könige jedes Jahr rund um den 6. Januar in ganz Deutschland unterwegs. In beinahe allen katholischen Pfarrgemeinden bringen sie den Segen und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt. 1959 zogen die ersten Sternsinger durch Deutschland. Seither hat sich das Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Hunderte Millionen Euro wurden gesammelt, zehntausende Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Die Projekte beinhalten Hilfe in den Bereiche Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe für Kinder auf der ganzen Welt. In diesem Jahr sammeln die kleinen Könige unter dem Motto: „Segen bringen, Segen sein“ für Flüchtlingskinder in Malawi und der ganzen Welt.

Lara ist bereits zum zweiten Mal ein Sternsinger. „Es macht Spaß“, sagt die Neunjährige, rückt die Krone und den gelben Umhang zurecht und steigt gemeinsam mit den anderen Gadebuscher Königen in das Auto der katholischen Kirche. Jetzt geht es los. Zuerst zur Schweriner Volkszeitung. „Das ist immer die erste Station, dann geht’s zu Bäcker Klug“, sagt Anke Hanf von der evangelischen Kirche Gadebusch. Katholiken und Protestanten haben sich in Gadebusch zusammengetan, um den Menschen den Segen zu bringen. „Wir sind schon seit 18 Jahren mit den Sternsingern gemeinsam unterwegs – wir machen das Sternsingen ökumenisch hier“, sagt Hanf. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Jedes Jahr wählen Verantwortliche aus den 27 deutschen Diözesen das jährliche Leitwort der Aktion und ein Beispielland.

Die sieben kleinen Könige rücken noch einmal ihre Verkleidungen zurecht, drücken die Kronen und Turbane fest auf den Kopf und stehen dann vor der ersten Tür: „Jetzt singen wir und geben den Segen“ sagt Lara. Anton (9) zückt derweil den C+M+B-Aufkleber, um ihn über der Tür anzubringen. Amon schüttelt die Schatulle und bittet dann um eine Spende.

Heute sind die Kinder in Rehna unterwegs, um auch dort den Segen für 2014 zu erteilen.

 

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