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Musik aus Rehna : Die Senkrechtstarter aus Mecklenburg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Rock-Pop-Rap-Band B104 gewinnt in Hamburg den deutschlandweiten Oxmox-Nachwuchsförderpreis.

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 20:45 Uhr

„Das war wie im Film, völlig krass und unwirklich“, beschreibt Daniel Derda sein Gefühl auf der Bühne der Markthalle Hamburg, als die Jury seine Band als Sieger des Wettbewerbs ausrief. Was der Sänger und die anderen vier Mitglieder von B104 nicht im Traum zu hoffen wagten, ist nun plötzlich Wirklichkeit: Sie haben den renommierten, deutschlandweiten Newcomer-Förderpreis in seiner 32. Auflage gewonnen. „Mehr als 30 Bands waren beim Viertelfinale im Mai am Start – noch weit mehr hatten sich wohl für den Contest beworben“, erzählt der Zwillingsbruder von Daniel, Gitarrist Dennis Derda. Am Ende bestritten zehn Nachwuchs-Bands das Finale.

Sie standen ganz am Rand der Bühne, ein wenig eingequetscht von den Mitgliedern der neun anderen Teilnehmergruppen. „Naja, wir dachten und hofften, dass wir vielleicht Platz 6 erreicht haben könnten. Aber eigentlich war ja schon die Teilnahme am Finale unser größter Erfolg“, sagen die Brüder Derda übereinstimmend. Schließlich hatten sich die 24-Jährigen erst vor etwas mehr als zwei Jahren mit Sven Paulsen (Bass) und William Kratzki (Sprechgesang) dazu entschlossen, B104 zu gründen und intensiver zu proben. „Wir kannten uns ja schon von der Schule, haben da bereits miteinander Musik gemacht“, erklärt Daniel Derda. Hinzu kamen wechselnde Schlagzeug-Besetzungen – aktuell füllt der 14-jährige Hermann Bunde diese Position aus.

„Wer uns noch nicht gesehen hat, hat unserer Meinung nach einiges verpasst“, behaupten die Jungs von sich. Ihre Musik ist eine Mischung aus Rock, Pop und einer Prise Rap. „Kurz gefasst ,CRAP‘. Unser fetter Gitarrensound und die eingängigen Refrains lassen jeden von der Bar bis zur Bühne Tanzen“, heißt es auf der Internetseite der Band. Dazu kommen ausschließlich deutsche Texte. „Mag sein, dass sich englisch besser anhört. Aber dazu sind wir zu doof“, grinst Dennis Derda. Außerdem seien deutsche Texte momentan gefragt. Immerhin haben die Jungs in den zwei Jahren 16 eigene Songs geschrieben und komponiert.

Traum und Realität liegen noch weit auseinander

Musik ist ihr Leben, dass geben alle Bandmitglieder unumwunden zu. Doch derzeit nur als Hobby, alle gehen einem Beruf nach, treffen sich etwa dreimal die Woche zum Proben im elterlichen Gastronomiebetrieb von Sven Paulsen in Törberhals. „Klar träumen wir davon, irgendwann von unserer Musik leben zu können. Aber wir wissen, wie schwer das ist und dass auch viel Glück dazu gehört“, bleibt Daniel Darda auf dem Boden.

Vorerst bleibt alles so, wie es ist, obwohl schon jetzt zu merken sei, welchen Schub an Aufmerksamkeit der Gewinn des Nachwuchspreises gebracht hat, berichten die Derdas. So warten u.a. bereits Auftritte bei „Rostock rockt“ und in Wien auf B104. Was jetzt noch fehlt ist ein Plattenvertrag.

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