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Forschung in Wismar : Die Schiffsführung der Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

An der Hochschule Wismar startet in diesen Tagen ein Projekt zur simulationsgestützten und assistierten Steuerung von Schiffen

Die Schiffsführung der Zukunft hat einen Namen: GALILEOnautic. Seit Anfang Juli bearbeiten Wissenschaftler des Bereiches Elektrotechnik und Informatik sowie des Bereiches Seefahrt der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar in diesem Forschungsprojekt gemeinsam die Thematik der simulationsgestützten und assistierten Schiffsführung.

Die Entwicklung einer zuverlässigen simulationsgestützten Manöver-Assistenz unter bewährter Einbeziehung der Kompetenz der Schiffsführung beim manuellen Manövrieren ist das Projektziel der Hochschule Wismar. Diese Kompetenz müsse nach Aussagen einer Hochschulsprecherin für die bisher ausschließlich menschzentrierten Prozesse beim Manövrieren im Hafen ausgebaut und auch bei künftiger Einführung der Automatisierung erhalten bleiben. Deshalb arbeiten sowohl Spezialisten des Fachgebietes Automatisierungstechnik und Mechatronik (ATM) als auch des Instituts für Innovative Schiffs-Simulation und Maritime Systeme (ISSIMS) zusammen. „Wie die Erfahrungen in der Luftfahrt zeigen, muss der Mensch bei Fehlern bzw. beim Ausfall der automatisierten Systeme sofort einspringen können und darf nicht seine Erfahrung bei der Übernahme von bestimmten Prozessen durch die Automatisierung verlieren“, so Dr.-Ing. Michael Gluch (ISSIMS).

Das Verbundvorhaben wird in Kooperation mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, der Universität Bremen, der Universität Rostock und der SCISYS Deutschland GmbH bearbeitet.

Die Gesamtfördersumme, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis Mitte 2018 für dieses Projekt zur Verfügung stellt, beträgt rund 1,6 Millionen Euro. Der Anteil für die Hochschule Wismar beträgt 420  000 Euro.


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erstellt am 25.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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