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Hilfe aus Gross Molzahn : Die richtige Masche für Afrika

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Volkssolidarität strickt Socken für Kinder in Namibia

von
erstellt am 18.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Linke Masche, rechte Masche – leise klappern die Stricknadeln unter dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses von Groß Molzahn. Zweimal im Monat treffen sich dort die Mitglieder der Gruppe der Volkssolidarität. Ihre gemeinsame Passion: Socken und Schals für die kalten Tage eines Jahres stricken. All das, was in der gut gelaunten Damenrunde entsteht, wird in diesem Jahr aber nicht gegen die Kälte im europäischen Winter getragen. „Wir stricken Socken für Afrika“, verrät Petra Zündorf.

Lange bitten musste die engagierte Groß Molzahnerin die Mitstreiter nicht. „Wir treffen uns zum Handarbeitsnachmittag“, sagt Heidrun Ritzel. Aktuell wolle man das Anliegen von Petra Zündorf – Hilfsaktion „Beautiful Kidz“– in Namibia weiter unterstützen.Dabei geht es um Kinder ohne Familie mit nur wenigen Zukunftschancen (SVZ berichtete). Die Groß Molzahnerinnen wollen dies ändern. Angesichts der 31 Mitglieder, wie Helga Schütt als Vorsitzende der Gruppe verrät, kommt da einiges an wollig warmen Kleidungsstücken zusammen. Vor allem Kleinteiliges und da seien Socken optimal, wie Zündorf verrät.

23 Kilogramm Handgepäck stehen ihr bei der für Frühjahr 2017 angekündigten Reise zur Verfügung. Da müsse alles rein, was in Groß Molzahn in zahlreichen Handarbeitsstunden entstehe.

Wer denkt, in Afrika scheint nur die Sonne, der liegt falsch, fügt Zündorf hinzu:„Auch dort gibt es einen Winter und Temperaturen von minus fünf Grad Celsius.“ Da es sich beim Hilfsprojekt vornehmlich um den Nachwuchs dreht, wollen die Groß Molzahner Socken für sechs- und siebenjährige Kinder stricken. Eine Direkthilfe, die sich für die Mitglieder der Gruppe der Volkssolidarität als effizienter darstellt, als der Kauf von Kleidung vor Ort.

Bei Kaffeerunden mit Gebäck und Kuchen erweisen sich die Treffen im alten Fachwerkhaus von Groß Molzahn zugleich als belebendes Ritual mit reichlich Geselligkeit zur Pflege des Miteinanders im Dorf.

Ein Muss, wie sich herausstellt. Eine Beschäftigung, die keine der neun teilnehmenden Frauen missen möchte. „Man hängt an der Nadel“, sagt und scherzt Waltraut Krompholz beim Blick auf die fünf mit Wollgarn umwickelten Nadeln in ihrer Hand. Mit zwei Stäben werde gearbeitet, mit einer abgestrickt und dann gehe das reihum. Ein Handwerk, wie es die im vergangenen Jahr verstorbene Elfriede Plaumann perfektionierte und der Gruppe beigebracht habe.

Am heutigen Mittwoch ist wieder Treffpunkt im Dorfgemeinschaftshaus, und es entstehen in einer weiteren Runde wärmende Socken für die Kinder in Namibia. Weitere Spenden erhofft sich Petra Zündorf durch einen Flohmarkttag am 25./26. Februar in der Markthalle von Wismar. „Einige Menschen stellten mir Sachspenden bereit“, sagt sie. Andere wiederum beteiligten sich finanziell am Projekt und überwiesen Geldspenden, die mit der unterstützenden Hilfsorganisation direkt Verbesserungen bringen.

 

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