Jamel : Die Region kreativ bereichern

Die Sprecherinnen des Kunst- und Kulturrats Miro Zahra (li.) und Birgit Lohmeyer.
Die Sprecherinnen des Kunst- und Kulturrats Miro Zahra (li.) und Birgit Lohmeyer.

Der Kunst- und Kulturverein möchte schöpferische Angebote im Landkreis vernetzen

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16. November 2017, 05:00 Uhr

Der Klosterverein Rehna und das Grenzhus Schlagsdorf sind nur ein paar der im Kunst- und Kulturrat Nordwestmecklenburg vertretenen Akteuren. Doch was genau macht der Rat und wofür steht er in der Region?

„Zuerst einmal ist wichtig zu wissen, dass wir kein Verein sind“, sagt Miro Zahra. Sie ist neben Birgit Lohmeyer eine der zwei Sprecherinnen des Rates. Zusammen vertreten die Frauen den Kunst- und Kulturrat in der Öffentlichkeit. Und genau das ist das Ziel. „Wir wollen Kunst und Kultur im Landkreis besser sichtbar werden lassen“, sagt Miro Zahra. Als Leiterin des Künstlerhauses vom Schloss Plüschow weiß sie, dass in Nordwestmecklenburg viel Kultur geschaffen wird. „Man muss nur einmal genau hinsehen.“

Damit eben solche „versteckten“ Künstler einen Ansprechpartner und ein geistiges Zuhause haben, ihre Gedanken und Visionen mit Interessierten und Gleichgesinnten teilen können, dafür existiert das Netzwerk. „Es gibt keine feste Struktur, keinen Vorstand, keinen Mitgliedsbeitrag. Wir sind ein loser Verbund – eher eine Interessengemeinschaft“, sagt Birgit Lohmeyer. Jeder Kunstschaffende kann sich bei dem Netzwerk als Mitglied eintragen lassen. Die einzige Voraussetzung ist, dass sie aktiv kreativ arbeiten – unabhängig davon, ob beruflich oder zum Spaß. Rund 50 Kulturschaffende nutzen dieses Angebot der Vernetzung bereits. „Das gibt uns die Chance, wandelbar zu bleiben. Das ist gerade in der Kunst wichtig“, meint die Literatin.

Daneben bietet das Netzwerk seinen Mitgliedern die Möglichkeit, miteinander zu kooperieren. „Zum Beispiel ein Konzert in einem Schlossmuseum oder Künstlern, die auf einem organisierten Kunsthandwerkermarkt ausstellen“, erklärt die Malerin Miro Zahra. Das sei ein Vorteil der spartenübergreifenden Vereinigung. Außerdem könne der Rat vermitteln. „Wenn zum Beispiel Schulen mal einen Workshop von einem Künstler begleiten lassen wollen, können sie sich an uns wenden“, berichtet Sprecherin Birgit Lohmeyer.

Der Kunst- und Kulturrat engagiert sich vollständig ehrenamtlich. „Wir machen es für die Region und die Entwicklung hier“, berichtet die Malerin. In ihren Augen trägt Kunst und Kultur dazu bei, die Lebensqualität in der Region zu verbessern.

Das hat auch der Landkreis erkannt. „Wir befinden uns mit dem Landkreis im Gespräch, um eventuelle Kooperationen und Förderungen in Angriff zu nehmen.“ Damit sollen dann Projekte und das Auftreten in der Öffentlichkeit gefördert werden. „Kunst, Kultur und Tourismus sind in der Regel eng miteinander verbunden. Das könnte man nutzen“, findet Miro Zahra.

Interessierte Künstler können zu den regelmäßig stattfindenden Treffen kommen. „Wir treffen uns einmal alle zwei Monate. Der Veranstaltungsort wechselt. Das liegt an unserer losen Struktur“, so Miro Zahra. Dabei spielt das Alter keine Rolle. „Wir decken ziemlich passend alle Schichten ab – von Mitte 20 bis ins Rentenalter“, sagt Birgit Lohmeyer.

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