Rehna : Die Putzkolonne der Klosterkirche

Staub saugen in luftiger Höhe: Burkhard Schmidt (l.) und Jor Mulder befreien die Wände der Klosterkirche Rehna vom Schmutz vergangener Jahrzehnte.
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Staub saugen in luftiger Höhe: Burkhard Schmidt (l.) und Jor Mulder befreien die Wände der Klosterkirche Rehna vom Schmutz vergangener Jahrzehnte.

Mitglieder von Klosterverein und Kirchengemeinde saugen jahrzehntealten Staub von den Wänden des Rehnaer Gotteshauses

svz.de von
23. August 2016, 05:00 Uhr

„Zu Hause mach ich so was nicht.“ In schwindelerregender Höhe turnt Burkhard Schmidt auf dem Baugerüst in der Klosterkirche Rehna herum. Gemeinsam mit Kerstin Markus und Jor Mulder von der Kirchengemeinde befreit das Mitglied des Klostervereins die Wände des Gotteshauses von jahrzehntealtem Staub. Sie sind die Putzkolonne der Klosterkirche Rehna.

„Die Gelegenheit war günstig. Da Restauratoren derzeit ohnehin die spätgotischen Wandmalereien restaurieren und die Gerüste somit in der Kirche stehen, haben wir uns gedacht, da können wir auch gleich mal Staub saugen“, sagt Andreas Ortlieb. Das sehe doch schon ganz hübsch, viel weißer und heller aus, freut sich der Pastor der evangelischen Kirchengemeinde über die ersten Ergebnisse der Arbeit. Dabei passen die Drei genau auf, dass sie mit ihren Staubsaugern schön zwischen den Wandmalereien bleiben. Niemand möchte mit den weichen Ziegenhaarbürsten die Wandmalereien, die bis auf das Jahr 1330 zurückdatiert werden, oder aber den schmalen Fries aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, beschädigen. Diese Kunstwerke zu restaurieren sei ausschließlich Aufgabe der Restauratoren.

Die Restaurierung der spätgotischen Wandmalereien wurde notwendig, da von den Fenstern an den Wänden herunterlaufendes Wasser die Bilder beschädigte. „Vor allem der Schnee, der im Winter in die Fensterritzen wirbelte und dann schmolz, hatte den Bildern zugesetzt“, sagt Andreas Kluth-Brügemann. Der Glaser aus Schönfeld-Mühle stattet die Obergaden-Fenster der Klosterkirche in gut 15 Metern Höhe mit einer neuen Kondenswasserrinne aus Kupferblech aus. Die soll verhindern, dass der Schnee wieder hereinwirbelt und wieder den gleichen Schaden anrichtet wie zuvor.

Mitte September sollen alle Arbeiten beendet, das Baugerüst wieder abgebaut sein und die spätgotischen Malereien in neuem Glanz erstrahlen.

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