20. Münzfest : Die Party des Jahres hat begonnen

Höhepunkte am heutigen Sonnabend sind der Festumzug und die Wahl der neuen Münzfee

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05. Juli 2014, 08:15 Uhr

Mit Konzerten, einer Partynacht und einem Feuerwerk ist am Abend das 20. Münzfest in Gadebusch eröffnet worden. Das dreitägige Fest wird heute mit einem umfangreichen Musik- und Bühnenprogramm sowie einem Festumzug (Start 14 Uhr) und der Wahl der neuen Münzfee (ab 15.45 Uhr) fortgesetzt.

Da es bei dem Münzfest – wie der Name schon sagt – auch um Münzen geht, macht das Amt Gadebusch den Festbesuchern ein besonderes Angebot: Ein Experte im Münzwesen, Volker Schmidt aus Rostock, wird am heutigen Sonnabend von 14 bis 17 Uhr im Rathaus die mitgebrachten Münzschätze der Gadebuscher begutachten und unverbindlich und kostenlos den aktuellen Wert schätzen. „Wer also Münzen sammelt oder einfach nur ein paar alte Münzen in der Schatulle hat, sollte seine Schätzchen ins Rathaus bringen und dem Rostocker Nurismatiker Schmidt vorlegen. Es können auch Medaillen, Papiergeld, Notgeld, alte Aktien und historische Ansichtskarten vorgelegt werden“, so Andreas Lausen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Gadebusch. Ein Ankauf, fügt Lausen hinzu, werde nicht vorgenommen. „Es wird also eine neutrale Schätzung garantiert.“

Um 18 Uhr wird Münzexperte Volker Schmidt dann im Rathaus einen Vortrag zum Thema „Notgeld“ halten. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stehen dabei das Notgeld des Landes Mecklenburg-Vorpommern und das lokale Notgeld von Gadebusch. „So erfahren die Besucher auch interessante Aspekte der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, als für Gadebusch eigene Geldscheine gedruckt wurden“, so Andreas Lausen. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Wie es sich für ein Münzfest gehört, wird am heutigen Sonnabend erneut eine offizielle Gedenk-Medaille geprägt. Aus Anlass der 20-jährigen Partnerstadt mit der französischen Stadt Saint Germain du Puy zeigt das Motiv einen Torbogen samt des französischen Rathauses. Das Gebäude war 1880 als Schule nach den Plänen des Architekten Léonard Hippolyte Boyer errichtet worden. Es blieb bis 1930 eine Schule, danach beherbergte es das Rathaus, das auch heute noch genutzt wird.

Der ebenfalls auf der Münze zu sehende Torbogen symbolisiert das Jahr 2000 und somit den Eintritt in das dritte Jahrtausend. Als Milleniumsdenkmal ist er nach einer Idee des Bürgermeisters Maxime Camuzat errichtet und in der Silvesternacht 1999/2000 eingeweiht worden, informiert die Sparkasse, die das Münzprägen organisiert.

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