Serie Gutes von Hier : Die Maschinenbauer aus Bülow

Industriemeister Peter Zahren (r.) im Gespräch mit Mekuma-Mitarbeiter Holger Korff.  Fotos: Michael Schmidt
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Industriemeister Peter Zahren (r.) im Gespräch mit Mekuma-Mitarbeiter Holger Korff. Fotos: Michael Schmidt

Das Familienunternehmen Mekuma aus Mecklenburg liefert Maschinen bis nach Malaysia

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27. Dezember 2016, 04:45 Uhr

Von Bülow aus in die Welt – immer mehr Firmen aus dem In- und Ausland interessieren sich für Produkte der Mecklenburgischen Kunststoffmaschinen GmbH (Mekuma). Allein in diesem Jahr verschickte das Familienunternehmen Maschinen in die USA und nach Malaysia. Damit können zum Beispiel Förderbänder für die Lebensmittelindustrie, Dachunterspannbahnen für die Baustoffindustrie, Feuerwehrschläuche oder Kabelummantelungen für die Schiffselektronik hergestellt werden. „Mit unseren Maschinen werden aber auch Spezialschläuche für die Medizintechnik gefertigt“, sagt Peter Zahren. Der 39-jährige Industriemeister ist ebenso wie sein zwei Jahre älterer Bruder Florian Geschäftsführer in dem Familienunternehmen.

Die Firma war 1993 gegründet worden und beschäftigt heute zwölf Mitarbeiter, die über die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Montage Maschinen von Bülow in die ganze Welt schickt. Auf die Maschinen sind inzwischen auch Unternehmen aus dem Land der aufgehenden Sonne aufmerksam geworden. So will eine Firma in Japan mit einem Produkt aus Mecklenburg Hebekissen für tonnenschwere Lasten herstellen.

„Es sind Aufträge wie diese, die uns vor immer neue Herausforderungen stellen“, sagt Peter Zahren. Nach seinen Angaben sind mit Mekuma-Maschinen bereits Autoteile für Porsche, VW, Ford und BMW produziert worden. Seien es Spezialfolien für Windschutzscheiben, mundharmonikaartig zusammenziehbare Kunststoffteile für Stoßdämpfer oder Folien, die in Airbags eingebaut werden. „Viele unserer Kunden möchten mit unseren Maschinen Produkte herstellen, mit denen sie in Nischenmärkten erfolgreich sein können. Für ihre Ideen erarbeiten wir dann Lösungen, stellen die jeweilige Maschine her und nehmen sie vor Ort beim Kunden in Betrieb“, so Peter Zahren, der mittlerweile zum Vielflieger wurde. Mehr als 100 000 Flugkilometer legte er allein in diesem Jahr zurück. Maschinen made in Bülow wurden in den vergangenen Jahren auch nach China, Südkorea, Russland, Ungarn, Polen, Spanien oder Algerien geliefert. Die kleinsten Bülower Maschinen bringen übrigens ein Gewicht von 300 Kilo auf die Waage. „Die Schwergewichte wiegen bis zu zwölf Tonnen und müssen mit Panzerrollen aus unserer Produktionshalle transportiert werden. Diese Maschinen passen dann auf mehrere Lkw“, sagt der gelernte Industriekaufmann Florian Zahren.

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