Ausrangiert : Die Märchenbahn wird entzaubert

Rückblick: Wolfgang Woitag als Vorsitzender der Sagen- und Märchenstraße  mit seinem Enkelkind am Triebwagen „Märchenzug“, wo Woitag  über Jahre  als Trommler von Gadebusch  zu sehen war.
Rückblick: Wolfgang Woitag als Vorsitzender der Sagen- und Märchenstraße mit seinem Enkelkind am Triebwagen „Märchenzug“, wo Woitag über Jahre als Trommler von Gadebusch zu sehen war.

Sagengestalten auf dem Zug? Das ist nun Geschichte – die Ola stellt die Bewirtschaftung der Strecke Parchim– Rehna ein.

svz.de von
11. Dezember 2013, 05:00 Uhr

Die „Märchenbahn“ ist abgefahren und mit ihr die Ostseelandverkehr GmbH, kurz Ola. Mit Einstellung der Bewirtschaftung der Verbindung Parchim-Rehna durch die Ola am 14. Dezember, wird auch die aufwendig gestaltete Märchenbahn aus der Gleislandschaft für immer verschwinden. Nicht wenige Fahrgäste fragten sich am Sonnabend bei der Verabschiedung der Märchenbahn: „Was wird aus diesem Zug?“ Auf Anfrage der SVZ teilte gestern Yvonne Bobsien, Marketingreferentin der Ola, mit, dass der Zug in Zukunft auf anderen Strecken in Deutschland unterwegs sein wird. Allerdings wird der Triebwagen im Vorfeld abgeschminkt. „Wir gehen davon aus, dass der Zug bis dahin im Depot bleibt.“

Die Ola hatte zuvor das so genannte Notvergabeverfahren für die Bewirtschaftung der Strecken in MV nicht gewonnen. Ab dem 15. Dezember übernimmt die ODEG als Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft den Betrieb auf der Strecke Parchim-Rehna. Dies allerdings mit eigenen Triebfahrzeugen. „Wir haben der ODEG eine Kooperation mit der Sage- und Märchenstraße empfohlen“, sagt Bobsien.

Wie und ob die Ola nach zwei Jahren erneut die Chance zum Bewirtschaften von Bahnstrecken in Mecklenburg-Vorpommern erhält, ist fraglich. Die Ausschreibungen für den Zeitraum ab dem Jahr 2016 laufen bereits. Nicht ausgeschlossen scheint, dass die Deutsche Bahn den Verkehr übernimmt. Eine Vergabe der Strecke erfolgt allerdings erst durch die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag des Landes. Die landeseigene Gesellschaft will nach eigenen Angaben verkehrspolitische Ziele der Landesregierung umsetzen und die Sicherstellung von Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr ermöglichen.

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