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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

13. Dezember 2017 | 12:27 Uhr

Bolzplatz-Streit : Die Liste aus Nesow

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gudrun Krüger sammelte 196 Unterschriften für den Erhalt des Bolzplatzes

von
erstellt am 04.Sep.2014 | 23:33 Uhr

Gudrun Krüger aus Nesow hat für sich ein Etappenziel erreicht. Die Nesowerin sammelte 196 Unterschriften zum Erhalt des Bolzplatzes Nesow in seiner jetzigen Größe. Auslöser der Unterschriftenaktion waren Bemühungen eines Anwohners, der einen Grünstreifen zum Überführen seiner Pferde abseits der Bundesstraße 104 nutzen will. Krüger sprach sich gegen diese Pläne aus, initiierte die Unterschriftensammlung (wir berichteten).

Fast zeitgleich entzog der Finanzausschuss der Stadt Rehna mit seiner Empfehlung einem scheinbar schwelenden Nachbarschaftsstreit die Basis. Das Gremium empfahl die Freigabe eines Korridors zum Führen der Pferde, allerdings ohne Verpachtung des öffentlichen Grünlandes.

In dieser Art von Zustimmung sieht Gudrun Krüger nun ein Gefahrenpotenzial: „Erstens nutzt der Bürger bereits heute den Grünstreifen ohne, dass die Stadt zugestimmt hat. Des Weiteren kann ein Ball die Pferde treffen und niemand kann sagen, wie diese reagieren.“ Somit hält sie an ihrer Aktion fest und überreichte dem Amt Rehna die Unterschriftenliste. „Ich möchte mich für die Unterstützung der Bürger bedanken und dafür, dass sie mich angehört haben“, so die Nesowerin, die eine Landwirtschaft betreibt.

Rehnas Amtsleiter Hans Martin Buschhart bestätigte den Eingang der Liste: „Frau Krüger hat die geforderten fünf Prozent der Stimmen erhalten. Jetzt werden die Unterlagen geprüft, damit die Stadtvertretung Rehna über den Sachverhalt beraten und beschließen kann.“ So sehe es die Kommunalverfassung vor.

Mit der fristgerechten Einreichung werde das Stadtparlament sich der Thematik annehmen, bestätigt auch Hans Jochen Oldenburg. Für den Bürgermeister ist das Führen von Pferden am Randstreifen des Bolzplatzes unproblematisch. Ein Führen an der B 104 wäre gefährlicher.

Gudrun Krüger sieht in den jüngsten Bemühungen ihrer Nachbarn und der Stadt ganz andere Absichten. Sie geht von einer schrittweisen Umnutzung des Areals aus: „Vom Bolzplatz zum Bauland“. Dem widersprach Hans Jochen Oldenburg deutlich. Aber: „Das Gutshaus in Nesow ist in Teilen Gemeinschaftshaus. Die Wohnräume sind teilsaniert. Eine dauerhafte Nutzung ist nur mit großem finanziellen Aufwand möglich. Geschätzte Kosten 500 000 Euro“, so Oldenburg. Das könne die Stadt als auch die Wohnungsgesellschaft nicht leisten. Folglich werde auf Ebene der Kommunalvertreter die Idee zum Errichten eines kleinen Gemeinschaftshauses verfolgt. „Wir haben die Chance, mit den Fusionsgeldern für Nesow etwas zu bewirken.“ Einen öffentlichen Ort mit Sportplatz, an dem die Bürger sich treffen könnten, meint Oldenburg. Der finanzielle Anteil der Stadt sei im Vergleich zur Gutshaussanierung mit schätzungsweise 35 000 Euro eher gering, so der Bürgermeister.

Die Tagung der Stadtvertreter findet am Donnerstag, 11. September um 19 Uhr im Langen Haus von Rehna statt.


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