Konfi-Camp in Vietlübbe : Die Krux mit den Freiheiten

Lea Zerbe engagiert sich für das anstehende Konfirmanden-Camp.
Lea Zerbe engagiert sich für das anstehende Konfirmanden-Camp.

Jugendliche der Kirchgemeinden Gadebusch und Grevesmühlen treffen sich zu „endlich frei“ in Vietlübbe

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30. Juni 2016, 04:45 Uhr

Jung, aufgeschlossen, entschlossen, ein Ziel vor Augen, auch wenn es die ein oder andere Hürde noch zu nehmen gilt: Lea Zerbe (16) aus Goddin engagiert sich mit Leidenschaft für Jugendveranstaltungen, insbesondere für das bevorstehende Camp der Konfirmanden, kurz „Konfi-Camp“ in Vietlübbe. Ihr Wunsch: „Ich möchte eine Ausbildung zur Gemeindepädagogin oder Sozialpädagogin absolvieren und unbedingt etwas mit Kindern und für andere Menschen machen.“

Das Camp in Vietlübbe ist für sie der Ort, um sich auszuprobieren, mit gleichaltrigen etwas auf die Beine zu stellen – dort „endlich frei“ sein, selbst entscheiden, wie es auch der Titel der Wochenendveranstaltung vermittelt. Lea Zerbe ist Teamer, Betreuerin der Gruppen, im selbst gestalteten Camp.

Mit ihr wollen sich 80 Jugendliche rund ums Kirchgemeindehaus von Vietlübbe versammeln und Antworten auf Fragen rund um das Thema Freiheit finden. „Was bedeutet Freiheit für uns, für sie, für die Welt? Frei sein von Zwängen und offen sein für Neues, wenn die Jugendlichen Pflichten und Verantwortung nicht außen vorlassen“, sagt Gemeindepädagoge Steffen Nowack. Er unterstützt die Jugendgruppen und diskutiert mit. Nicht zuletzt geht es beim Erwachsenwerden auch um neue, kulturelle und individuelle Freiheiten - die Drogen, Alkohol und Zigaretten durchaus beinhalten können. „Dann stellt sich die Frage, wie ich mit diesen neuen Freiheiten umgehe“, meint Nowack.

In lockerer Runde, in Arbeitsgruppen und mit vielen Aktionen, wollen die Jugendlichen Antworten finden. Das alles aus freien Stücken, mit dem Anspruch gemeinsam Aktivitäten auf die Beine stellen zu wollen. „Solch eine Organisation bereitet mir Spaß. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen“, sagt Lea Zerbe.

Für Kurzentschlossenen hält Gemeindepädagoge Steffen Nowack Plätze für Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren noch frei. Das Wochenendcamp startet am Freitag um 16.30 Uhr mit dem Aufbau der Zelte, einem Abendessen und der Eröffnung im Zirkuszelt.

Am Sonnabend gilt das gemeinsame Frühstück um 8.30 Uhr als Start in den neuen Tag. Themenrunden, Mittagessen, Kreativworkshops folgen, bevor am Sonntag gegen 11.30 Uhr das Treffen ausklingt.

„Mitzubringen sind eine Teilnahmebeitrag von 20 Euro“ , so Nowack. Natürlich auch Schlafsack, Isomatte, Zelt, Besteck, Teller, Badesachen und sogar Freunde und Bekannte dürfen mit – auch dann wenn sie ganz ohne kirchlichen Hintergrund an der Veranstaltung für Jugendlichen teilnehmen möchten.

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