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Gemeinde Holdorf : Die Kapelle Meetzen wird saniert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kirchgemeinde erhält Mittel aus Denkmalschutzprogramm und startet Spendenaktion für die Ausgestaltung das Fachwerkbaus

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 04:45 Uhr

Acht Ecken, ein Alter von 265 Jahren, morsches Gebälk, loses Mauerwerk, Risse in den Wänden – die Kapelle, die kleine Kirche von Meetzen, sie ist in die Jahre gekommen. Zu stark hat der Zahn der Zeit unübersehbar an Fundamenten und Dach genagt. „Ein baulicher Zustand, der nicht hinnehmbar ist“, meint Peter Günther. Der Bauingenieur, Unternehmer und heutige Präsident der Handwerkskammer wird das Sanierungsprojekt aktiv unterstützen. Als Spender und bei der Koordination des Sanierungsprojektes.

In einer gemeinsamen Aktion mit der Kirchgemeinde und der Gemeinde Holdorf wird das Bauwerk jetzt eine Grundsanierung erhalten. „Das Projekt ist mit 133 000 Euro veranschlagt“, erzählt Pastor Andreas Ortlieb.

Seit Mitte der Woche liegen die Planungen für eine Sanierung auf dem Tisch. Ein wichtiger Schritt. „Bereits im vergangenen Jahr wurde mit Hilfe der Gemeinde Holdorf eine bauliche Grundsanierung durchgeführt und zwischenzeitlich der komplette Finanzbedarf ermittelt“, sagt Gemeindevertreterin Andrea Krause. Unter anderem kommen Mittel aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz Ost“ und dem Förderverein „Dorfkirchen in Not“. „Der Kirchenkreis, die Kirchgemeinde und ,Dorfkirche in Not‘ stellen 30 000 Euro bereit“, sagt Andreas Ortlieb.

Trotz erster Spender und Unterstützer gebe es noch einen Fehlbedarf, so Andrea Krause. Konkret werden weitere 5000 Euro zur Ausgestaltung der Kapelle benötigt. Ein Projekt, welches durch bürgerliches Engagement getragen werden könnte. „Ein Vorhaben, das Identifikation schafft“, sagt Gemeindevertreter Rainer Joop. Ein Punkt, den Peter Günther begrüßt: „Es wäre wundervoll, wenn beispielsweise Menschen, die hier einst gelebt haben, Konfirmanden sich angesprochen fühlen, damit die Neugierde für diese Kapelle und den Ort geweckt werden könnte.“

Günther selbst ist mit dabei. Er hat sich sein Leben lang mit dem Aufbau von Gebäuden und Denkmälern gewidmet. Meetzen liegt ihm am Herzen. „Ich bin im Dorf groß geworden“, erzählt er. Der Wunsch der Kirchgemeinde, das Kleinod zu retten, findet er toll.

Bei den Gesprächen mit der Gemeinde Holdorf und der Kirchgemeinde ließen sich gemeinsame Ziele abstecken. „Wenn jeder ein wenig spendet, dann lässt sich die Kapelle weiter gestalten“, meint Günther. Mitmachen und etwas bewegen, lautet die Devise. Dass es gehen kann, macht Günther deutlich. Seit 1969 widmet er sich u.a der Erhaltung ehrwürdiger Bauwerke in Mecklenburg-Vorpommern. Darunter Kirchen in Gadebusch, Mühlen Eichsen und Groß Eichsen.

Mit ähnlichen Impulsen wollen Pastor Andreas Ortlieb, Andrea Krause, Peter Günther und Rainer Joop in Meetzen ein Zeichen setzen und die Menschen zum Mitgestalten aufrufen. Wer das Projekt zur Sanierung der Kapelle Meetzen unterstützen möchte, hat die Möglichkeit eine Spende auf das Konto der Kirchgemeinde einzuzahlen. Baustart für die Sanierung wird noch in diesem Jahr sein. 

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