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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

12. Dezember 2017 | 07:40 Uhr

Gadebusch : Die Indianer sind wieder los

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Interessengemeinschaft bevölkert Indianercamp und will Mitmachtage für Kinder organisieren

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2015 | 23:57 Uhr

In Gadebusch haben wieder Indianer, Trapper und Siedler Einzug gehalten. Sie treffen sich von jetzt an wieder mehrmals im Jahr im ehemaligen Indianercamp an der Gadebuscher Ellerbäk. Schon zu DDR-Zeiten hatten sich Indianistik-Interessierte hier ein Ford mit Saloon, Gefängnis und Tipi-Zelten aufgebaut. Nachdem die Holzgebäude langsam dem Zerfall preisgegeben waren, ist schon wieder einiges saniert und neu aufgebaut worden.

„Wir fühlen uns der Geschichte verbunden und leben unsere Interessen aus“, erzählte Sabine Brandenburg aus Bokhorst bei Bad Segeberg. Sie und 25 weitere Mitglieder der Interessengemeinschaft Schleswig-Holstein für Indianistik und Westernhistorie haben seit einigen Jahren das Gebiet nahe der Ellerbäk in mühevoller Arbeit langsam wieder aufgebaut. Auch erste Schulklassen waren bereits zu Gast, um zu sehen, wie man ohne Strom, Smartphone und mit kaltem Wasser selbst im Winter einige tolle Tage erleben kann. „Einige jüngere Kinder fragen entsetzt, wo der Fernseher steht. Wenn wir dann erklären, dass es keinen gibt, wird das Interesse spürbar weniger“, erzählt Sabine Brandenbauer. Doch damit hätten sie gerechnet sagt Brandenburg und so zeigen die Trapper, Indianer und Siedler den Kindern, wie man ein Lagerfeuer entfacht, Speisen zubereitet oder Indianerschmuck bastelt.

„Wir haben vor fünf Jahren hier wieder etwas intensiver gearbeitet. Mittlerweile stehen die ersten Holzhäuser, die in Eigenregie errichtet wurden. Unsere Gruppe ist aus der ehemaligen Gadebuscher Gemeinschaft hervorgegangen. Leider ist von denen nun keiner mehr dabei“, erklärt die Indianistik-Interessierte. Trotzdem wollen sie die Interessengemeinschaft weiter bestehen lassen und ausbauen. Neben den seit einigen Jahren stattfindenden Winter-, Oster- und Herbstcamps soll es im kommenden Jahr auch erstmals ein Sommercamp geben. Dann wollen die 25 Mitglieder der Kulturgruppe auch Kinder einladen und mit ihnen tolle Tage verbringen. „Es fehlt hier an nichts, selbst Toiletten mit Spülung sind hier entstanden. Die Kinder würden hier ihren Spaß haben“, sagte Sabine Brandenburg. Wer sich über den Verein informieren will oder mit den Mitgliedern in Kontakt treten möchte, um am Sommercamp vom 5. bis 7. August 2016 teilzunehmen, kann das auf der Webseite www.indianistikgadebusch.wix.com tun.

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