Grüne Unterrichtsstunde in Gadebusch : Die Hüterin des Waldes

Infos aus erster Hand erhielten Susa Schubert, Anna Lena Jürgens, Greta Elisabeth Gerdes und Larissa-Sophie Thurow von Steffi Wassermann (l.)  Fotos: Michael Schmidt
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Infos aus erster Hand erhielten Susa Schubert, Anna Lena Jürgens, Greta Elisabeth Gerdes und Larissa-Sophie Thurow von Steffi Wassermann (l.) Fotos: Michael Schmidt

Gadebuscher Siebtklässlerinnen erfuhren in ihrer Girls-Day-Werkstatt mehr über den Beruf des Forstwirtes

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04. April 2017, 04:45 Uhr

Keine Lust auf einen Schreibtisch-Job? Dann könnte die Ausbildung zur Forstwirtin vielleicht genau das Richtige sein. Wie man eine Hüterin des Waldes wird und welche Karrierechancen es gibt, das erfuhren Siebtklässlerinnen in Gadebusch aus erster Hand von Steffi Wassermann. Sie ist Försterin im Forstamt Grevesmühlen und war in der Heinrich-Heine-Schule vor Ort. Mitgebracht hatte sie nicht nur jede Menge Fachwissen, sondern auch Werkzeug für Waldarbeit und Holzeinschlag sowie Präparate von tierischen Waldbewohnern.

„Wichtig ist, dass man als Waldarbeiter selbstständig arbeiten kann und gut in Mathe ist. Denn in diesem Beruf kommt es auch auf Berechnungen und Schätzungen an, wenn es zum Beispiel um die Größe eines Baumes geht“, sagte die Försterin.

Wer die gundlegende Ausbilung zur Waldarbeiterin gemeistert hat, könne sich weiter qualifizieren und als Forstwirtschaftsmeisterin, Baumsteigerin oder Maschinenfahrerin tätig sein. Und das nicht nur in MV oder Deutschland, sondern auch in anderen Ländern. „Denn Waldarbeiter und Förster sind überall gern gesehen wegen ihrer Top-Ausbildung hier in Deutschland“, verdeutlicht Steffi Wassermann. Sie selbst war während ihres Studiums bereits in Australien, Schottland und Schweden.

Der Schulbesuch der Försterin in Gadebusch erfolgte im Rahmen des Projektes Girls-Day-Werkstatt. Diese und eine Jungs-Werkstatt gibt es seit September vergangenen Jahres in Gadebusch. Darin werden sich Jugendliche ein Jahr lang in Berufen ausprobieren. Bei Schülerinnen soll vor allem das Interesse an Naturwissenschaft und Technik gefördert werden. Die Jungen wiederum erhalten einen Einblick in die Bereiche Soziales, Erziehung, Pflege, Dienstleistungen und Design.

Nicht nur Firmen und das Forstamt Grevesmühlen machen mit bei diesem Projekt, sondern auch Theatermacher, Kliniken, Hochschulen, Ergotherapeuten, Hörakustiker, Schornsteinfeger und weitere Partner. Firmen bekämen dadurch relativ früh einen persönlichen Kontakt zu ausbildungsbereiten Jugendlichen, so Rüdiger Dohse vom Bildungswerk der Wirtschaft MV.

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