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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 17:46 Uhr

Gadebusch : Die Familie bleibt der Ruhepunkt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Männerbrunch in Gadebusch mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

von
erstellt am 09.Jan.2017 | 04:41 Uhr

Männerbrunch ganz ohne Frauen? Darauf lassen sich die Organisatoren der gleichnamigen monatlichen Veranstaltung unter dem Dach der Kirchgemeinde Gadebusch nicht ein. Bundesfamilienministerin und stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig nahm am Sonnabend Platz im Kreise der ersten Gadebuscher Frühstücksrunde in 2017. Kinder, Soziales, Familienpolitik und Persönliches beinhaltete der Smalltalk im Gemeindehaus.

Aber vor allem ihre persönliche Strategie, wie sich Politikerin Manuela Schwesig in den unruhigen, bewegten Zeiten erdet, interessierte Tilmann Baier. „Ich persönlich brauche einen Grund, auf den ich mich zurückziehen kann“, erklärte Baier. Einen Ruhepunkt, den Schwesig in ihrer Familie findet, wie sie sagt: „Zum Jahreswechsel geht es immer gemeinsam auf die Insel Hiddensee.“ Der Alltag, das ganze Jahr falle von einem ab, wenn man sich auf der Fährfahrt vom Festland Richtung Insel befinde, erzählte sie.

Dennoch, der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt bleibt präsent und folglich die Flüchtlingspolitik im Land. Schwesig: „Wir wissen, dass angesichts der Flüchtlingsproblematik nicht alle 50 Millionen Menschen kommen können.“ Aber Hilfe an einer abstrakten Zahl festmachen, das könne nicht die Lösung sein. Die Menschen im Land müssten zur Erfüllung der Aufgaben mitgenommen und alle Möglichkeiten der Hilfe über die deutschen Grenzen hinaus ausgeschöpft werden.

Alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, das wünscht sich auch Steffen Tübbicke aus Ratzeburg. Der Familienvater kann sich ein Engagement in Form einer Pflegefamilie vorstellen. Somit erwartet er eine Stärkung der Rechte von Pflegefamilien im Hinblick auf das Kindeswohl. Leibliche Eltern, die Gewalt ausübten, hätten eigentlich ihre Rechte verwirkt, auch wenn das Gesetz dies anders vorsehe, so Tübbicke. Bislang stellt das Gesetz die Elternrechte trotz Gewaltanwendung höher, so Schwesig und stimmte zu, „dass die Rechte der Pflegefamilien zu stärken sind“. Änderungen, die ohne Konsens in der Regierung schwer möglich seien.

Der Weg von Manuela Schwesig als Kind der DDR, ohne kirchliche Bindung, der Einfluss von Weggefährten nach der Wende, ihre Taufe 2010 und das Geheimnis um eine mögliche Kanzlerkandidatur von Sigmar Gabriel rundeten die Gesprächsrunde in Gadebusch ab. Nächster Gast wird Anfang Februar Dr. Hanna Kasparick, Chefin des Predigerseminars der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, sein. Ihr Thema: „Reformation heute“.

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