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Interview mit Rico Greger, Bürgermeister von Roggendorf : Die Dorferneuerung geht weiter

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Roggendorf hat im vergangenen Jahr einige Projekte im Rahmen der Dorferneuerung abgeschlossen, doch noch ist man nicht am Ziel

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die westlich von Gadebusch gelegene Gemeinde kann sich über eine ganze Reihe von fertig gestellten Baumaßnahmen freuen, die vergangenes Jahr im Rahmen des ländlichen Wegebaus realisiert wurden: Die Marienthaler Straße in Roggendorf, die Gemeindestraße in Breesen, die Reparatur des asphaltierten Bereichs in der Ortslage Klein Salitz sowie die Dorfstraße in Thurow wurden für insgesamt rund 1,27 Millionen Euro ausgebaut. SVZ-Redakteur Peter Täufel sprach mit Bürgermeister Rico Greger (CDU) über die Bauvorhaben in diesem und den kommenden Jahren sowie die Ziele in der Dorfentwicklung.

Wir waren gerade in der Marienthaler Straße in Roggendorf. Der Name Marienthal wird in diesem Jahr auch eine Rolle spielen?

Rico Greger: Ich hoffe. Ich hoffe und freue mich schon auf die Post wenn der Fördermittelbescheid kommt, und der ist ja auch schon angekündigt, dass wir die Ortslage Marienthal auszubauen können. Die Ortslage Marienthal ist die letzte große Maßnahme in der Dorferneuerung, weil Marienthal noch nie einen vernünftigen Ausbau erfahren hat. Es gibt keine Regenentwässerung, es gibt keine Straße, die man Straße nennen kann. Da ist es natürlich höchste Eisenbahn, dass wir auch unseren Ortsteil Marienthal nicht vergessen. Die Fördermittelhöhe, die uns angekündigt wurde, liegt zwischen 65 und 75 Prozent. Ich gehe davon aus, dass wir 75 Prozent bekommen und damit ist die Maßnahme umsetzbar. Das Bauvolumen muss ich schätzen, es wird etwa eine halbe Million sein. Genaueres aber erst, wenn die Planung vorliegt.

Ist dies das einzige Bauvorhaben, welches Ihnen im Kopf rumschwebt oder gibt es noch mehr was angedacht ist?

Es gibt noch mehr: Konkret wird sein, dass wir in Klein Salitz im Zuge des ländlichen Wegebaus ein Stückchen ausbauen werden. Die Ausbaulänge ist nicht wer weiß wie lang, aber das wird mit Öko-Verbundpflaster ausgeführt. Das ist praktisch der Vorläufer einer weiteren Maßnahme, die wir bereits geplant haben, die aber noch genehmigt werden muss vom Landwirtschaftsministerium. Da rechnen wir aber tagtäglich mit der Genehmigung. Es handelt sich um den Ausbau der Ortsverbindung Roggendorf - Klein Salitz über Klein Salitz-Wald. Der Waldweg bleibt natürlich erhalten, aber hinter dem Wald bis Klein Salitz. Dieser wird auch mit Öko-Verbundpflaster hergestellt. Dann sind wir mit Klein Salitz auch so gut wie fertig. Und zu guter letzt, als allerletzte Baumaßnahme im Bodenordnungsverfahren, wird die Zuwegung in Roggendorf von der Kneeser Straße zum Sportplatz runter, der Moorweg, ausgebaut.

Wenn alles so läuft, wie Sie es angedacht haben, wann soll das alles abgeschlossen sein?

Wenn es ganz ideal läuft, dann sind wir 2019 fertig. Das ist realistisch. Ich könnte auch 2018 sagen, aber nein, nicht mit aller Gewalt und schnell, schnell umsetzen. Die Qualität muss ja schließlich auch stimmen. Das sind so die Infrastrukturmaßnahmen – ein paar andere Sachen haben wir auch noch auf dem Zettel.

Woran denken Sie da?

Ganz wichtig, wenn ich an unsere Grundschule denke, ist ein ganz großes Sorgenkind im Moment unsere Sporthalle. Die stammt aus den 1980-er Jahren und ist dringend sanierungsbedürftig. Vom Dach bis zu den sanitären Anlagen muss wirklich alles gemacht werden. Da bin ich sehr glücklich über die Entscheidung, dass der Bauausschuss sich dazu sehr positiv geäußert hat und wir im Moment sämtliche Zahlen zusammentragen, damit wir die Kosten ermitteln können. Wir wollen Fördermittel beantragen und die Sporthalle grundsanieren, nur die Hülle und das Parkett bleiben.

Wie sieht es generell aus mit der Bautätigkeit in Roggendorf, Stichwort Wohnungsbau? Gibt es da Pläne?

Wir haben da so ein bisschen vorgesorgt, muss ich mal vorwegnehmen. Da wurde schon mal perspektivisch gedacht vor vielen Jahren. Wir haben ja die letzten Jahre viele Privatinvestoren gehabt. Das altersgerechte Wohnen was geschaffen wurde, auch die Wohnungsgesellschaft ist sehr rührig, ihre Gebäude instand zu halten und zu verschönern, das Umfeld zu verbessern. Und auch andere private Investoren, zum Beispiel was jetzt ganz aktuell ist, dass das alte Gemeindehaus in Roggendorf mit sechs Wohneinheiten ausgebaut wird. Das ist meines

Wissens schon fast bezugsfertig. Und wir haben natürlich was Bauplätze anbelangt unser Baugebiet Roggendorf Süd in zwei Bauabschnitte eingeteilt. Da ist der erste Bauabschnitt bis auf einige Restflächen bezogen. Und der zweite Bauabschnitt ist soweit genehmigt und muss dann nur noch erschlossen werden, zu gegebener Zeit. Da sind dann auch noch einmal rund 20 Bauplätze.

Wie ist der aktuelle Stand beim alten Gutshaus?

Das ist eine traurige Geschichte. Der Eigentümer hatte es ja veräußern wollen. Der Verkauf ist leider gescheitert. Wir hatten da auch große Hoffnungen dran gesetzt, dass da wieder Leben einzieht, in welcher Form auch immer. Jetzt hoffen wir, dass der nächste Versuch dann doch etwas glücklicher verläuft. Die Gemeinde steht dem natürlich offen gegenüber, denjenigen Investor, denn es muss ja doch jede Menge Geld reingesteckt werden, nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen.

Was wünschen Sie sich für dieses Jahr in der Dorfgemeinschaft?

Ich wünsche mir einfach nur, dass alle auch weiterhin so mitarbeiten wie es zur Zeit ist. Wenn die Vereine, Institutionen und Privatleute weiter gemeinsam die Dinge voran treiben, gelingt das Dorfleben.

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