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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 22:55 Uhr

Helau beim BCC : Die Brüsewitzer Spaß-Schmiede

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Karnevalisten gehen in ihre 35. Session und wollen diesmal humorig auf 25 Jahre Mauerfall zurückblicken.

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2015 | 10:00 Uhr

Am 11.11 eines jeden Jahres lassen sie schon einmal von sich hören, die Narren. Doch die heiße Phase des Karnevalszeit beginnt am Dreikönigsfest. Vor vielen Jahrhunderten war es Brauch, dass am Abend vor dem 6. Januar das Bohnenfest stattfand. Der so genannte Königskuchen wurde verteilt, und wer darin eine Bohne fand, der war der Bohnenkönig – und musste einen Maskenball austragen.

Andreas Stuhlemmer isst zwar manchmal Kuchen, aber eine Bohne hat er noch nie darin gefunden. Er wurde vor fünf Jahren einfach so gefragt, ob er Karnevalspräsident werden möchte. Einen König gibt es beim Brüsewitzer Carnevals Club (BCC) nämlich nicht und BCC-Urgestein Joachim Fellechner hatte nach 30 Jahren die Bühne verlassen. Andreas Stuhlemmer sagte „Ja“. Helau hatte er schon viel früher gesagt, denn beim BCC war er bereits zuvor eine feste Größe. „Es war aber ein ,Ja’ mit Auflagen“, sagt Stuhlemmer. Ohne Unterstützung, ohne Menschen, die aktiv mitmachen würden, wollte er nicht ins vorderste Glied der Brüsewitzer Spaß-Schmiede. Für gute Laune zu sorgen, das ist mitunter harte Arbeit. Da sind Zeit, Kreativität und ein starkes Nervenkostüm gefragt. Und frei nach dem Motto des verstorbenen Showmasters Rudi Carell „Witze kann man nur dann aus dem Ärmel schütteln, wenn man sie vorher hineingesteckt hat“, muss viel geprobt werden.

„Wir treffen uns immer am ersten Freitag im September, um die neue Saison zu planen“, sagt der 45-jährige Zahntechniker. Dann werde, so der Gadebuscher, erst einmal geschaut, wer alles da ist und wer Lust hat, mitzumachen. „Wir sind so um die 30 Aktive. Neulinge, die Spaß am Karneval haben, haben wir so gut wie gar nicht“, weiß Stuhlemmer. Aber die Familien Breitkreuz, Turtschan und viele andere Karnevalisten sowie die Lust auf die insgesamt 35. Session waren da. Und deshalb konnte das aktuelle und rund zweieinhalbstündige Programm „Hinter dem Horizont und noch viiiel weiter!“ auch danach entstehen.

Vor zweieinhalb Jahrzehnten kam die Wende, das Hähnchen kam für den Broiler, Plastik für Plaste. „Es hat sich viel verändert, auch in unserem Sprachgebrauch. Das lässt sich hervorragend in ein Programm einbauen“, sagt der Präsident der Brüsewitzer Narren. Eine Zeitreise werde es geben, in der die Geschichte aufs Korn genommen wird. Die Politik spiele dabei aber keine große Rolle. Stuhlemmer: „Wir haben das öfter mal versucht, aber unser Publikum will an diesen Abenden etwas anderes.“ Gute Verkleidungen und Sketche, Gestik und Mimik, Tanzeinlagen und Musik, Humor zwischen Klamauk und Kalauer, lieber etwas schriller als zu hintersinnig. „Die Leute wollen sich auf die Schenkel klopfen“, fasst der Brüsewitzer Ober-Karnevalist zusammen. Um den Gästen diese Chance zu bieten, gibt es im Februar drei Abendveranstaltungen. Beginn am 7., 14. und 21. Februar ist jeweils um 19.30 Uhr im Landhaus Brüsewitz. Dort findet am 22. Februar um 14 Uhr auch der Kinderkarneval statt. Karten können im Landhaus ebenfalls unter Tel.: 038874-43664 bestellt werden unter.

 

 

 

 

 

 

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