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Gadebuscher Schlossberg : Die Aula erwacht zu neuem Leben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Eine Projektgruppe der Hochschule Wismar will den Bau aus seinem Dornröschenschlaf wecken

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2015 | 23:47 Uhr

Der Mann erlebt gerade sein ganz persönliches Déjà-vu. Denn 21 Jahre ist es nun her, dass Frank Braun als freischaffender Architekt in der Aula auf dem Gadebuscher Schlossberg ein Sanierungsgutachten für den Schlosskomplex der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Heute kehrt er als Professor mit neun Studenten der Hochschule zurück, um in einem studentischen Projekt Möglichkeiten zur Instandsetzung und Sanierung des seit vielen Jahren im Dornröschenschlaf befindlichen Aula-Komplexes zu erarbeiten.

„Seite Ende September sind die Studenten mit Schadensuntersuchungen und der Erfassung der historischen Bausubstanz beschäftigt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Frank Braun gegenüber SVZ. Dies sei Grundlage für die spätere Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes. Immerhin sei das Schloss Gadebusch eines der wichtigsten Renaissanceschlösser in Mecklenburg-Vorpommern und auch der 1963 zusätzlich errichtete Schulanbau ein sehr qualitätsvoller mit einem ansprechenden Entwurf. „Flachdach, runder Eingangsbereich, Glasbausteine, farbige Fliesen und selbst die Einbaumöbel – das galt als richtig modern“, schwärmt der 56-Jährige.

Teil eins des studentischen Projekts endet mit der Erstellung aktueller Bauzeichnungen. Danach folgt die Modernisierungsplanung. Und im Anschluss wird es dann für alle Gadebuscher so richtig interessant. „Im Sommer kommenden Jahres wollen wir ein Umnutzungskonzept erstellen“, blickt der Hochschulprofessor in die Zukunft. Denkbar wäre auf jeden Fall eine öffentliche Nutzung, etwas Kulturelles läge nahe. Aber dazu müsse erst einmal der Bedarf und die Situation vor Ort abgeklopft werden.


„Leider haben wir von den Eigentümern keine Genehmigung, auch an den in Privatbesitz befindlichen Gebäuden zu arbeiten“,

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