bauruine : Die Abrissbagger rollen endlich an

Diese Bauruine in Klein Welzin sorgt seit Langem für Ärger. Der Landkreis will das Haus nun abreißen lassen.
Diese Bauruine in Klein Welzin sorgt seit Langem für Ärger. Der Landkreis will das Haus nun abreißen lassen.

Der Landkreis will Bauruine in Klein Welzin beseitigen. Die Eigentümerin hat mittlerweile Privatinsolvenz angemeldet

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28. August 2015, 23:35 Uhr

Gute Nachrichten für Klein Welzin: Das baufällige Haus in der Dorfstraße 20 wird abgerissen. Der Landkreis hat Kostenvoranschläge von Abrissunternehmen eingeholt und prüft derzeit, welche Firma den Zuschlag erhält.

Seit Jahren verfällt das Haus bereits. Ein Bauzaun soll das Areal schützen, doch auch der ist bereits teilweise zusammengebrochen. In den vergangenen Wochen wurden die Befürchtungen von Bürgermeisterin Bärbel Jürß und einiger Anwohner wahr: Zwei Kinder waren in die Ruine geklettert und hatten sich dort verletzt. „Ein Kind zog sich eine Platzwunde am Kopf zu, das andere hat sich den Arm gebrochen“, sagt Bärbel Jürß.

All das hat sie dem Landkreis in einem Schreiben mitgeteilt – sechs Wochen passierte dann gar nichts. Die SVZ fragte deswegen nach. „Zum genannten Sachverhalt ist die Bauaufsicht seit mehreren Jahren intensiv aufgrund schwieriger Verhältnisse tätig“, sagte Kreissprecherin Petra Rappen. „Gegenüber dem Eigentümer ergingen Ordnungsverfügungen zum Erhalt und zur Sicherung der baulichen Anlage.“

Das Problem ist aber: Die Eigentümerin des Hauses hat inzwischen Privatinsolvenz angemeldet. Sie ist finanziell also nicht mehr in der Lage, den Abriss des Hauses zu bezahlen.

„Das Haus steht direkt an der Straße“, sagt die Bürgermeisterin. „Der Giebel droht jeden Moment einzustürzen. Ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich daran vorbeifahre.“ Gegenüber steht der Spielplatz. Deshalb macht die Bürgermeisterin beim Landkreis Druck. Einen Abriss erwarte sie gar nicht, aber der Giebel und die eingestürzten Teile sollten wenigstens von der Straße weggeschoben werden. In der Kreisverwaltung ist nun eine andere Entscheidung gefallen. „Die Bausubstanz ist von Jahr zu Jahr so in Mitleidenschaft geraten, dass letztendlich eine Sicherung des Grundstückes nur durch einen Komplettabbruch des einsturzgefährdeten Gebäudes gewährleistet werden kann“, sagte die Kreissprecherin. „Der Landkreis muss hier im Rahmen der Ersatzmaßnahme die Sicherung durchführen.“ Wann das Haus abgerissen werden soll, steht noch nicht fest.



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