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Münzfeen in Czarnkow : Deutsche Schlager für Polen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Drei Gadebuscher Münzfeen singen in Czarnkow / Kerstin Eggers, Susanne Torner und Susanne Plath erinnern sich an ihren Ausflug

Bilder werden herumgereicht. Gemeinsam erinnern sich Kerstin Eggers, Susanne Torner und Susanne Plath an ein unvergessliches Erlebnis. Die drei Gadebuscher Münzfeen waren jetzt zu Gast in der polnischen Kleinstadt Czarnkow. Vor 3000 Besuchern sangen die drei Frauen bei den sogenannten Czarnikauer Tagen. „Die Aufgabe war es zwanzig Minuten lang deutsche Schlager zu singen“, erzählt Eggers. Und so erklangen in Czarnkow vor vollen Rängen Lieder von Helene Fischer, Andrea Berg oder Ute Freudenberg. „Außerdem habe ich noch ,Que Sera, Sera‘ gesungen, weil diesen Titel alle kennen“, so Eggers. Die Sprachbarriere scheint jedoch kein Hindernis gewesen zu sein und nicht nur die mitreisenden Frauen der Gadebuscher Volkssolidarität waren von den Schlagertexten angetan. „Viele Füße gingen im Rhythmus der Musik mit“, erinnert sich Plath.

Begonnen hatte alles beim Gadebuscher Krebsfest vor einem Jahr. Bereits dort standen die Münzfeen gemeinsam auf der Bühne. Waldemar Kryjewski hatte ihren Auftritt gesehen. Er erzählte dem Kulturverein von Czarkow davon und regte an, die Münzfeen ins Kulturprogramm mit aufzunehmen. Doch während Kerstin Eggers damals noch alleine gesungen hatte und die anderen Münzfeen als Tänzerinnen im Hintergrund wirkten, stimmten in Czarnkow auch Susanne Plath und Susanne Torner mit ein. „Vor einem Jahr war es noch eine Spontanaktion. Diesmal haben wir richtig geprobt“, so Plath. Torner ergänzt: „Wir haben als Backroundsängerinnen die Refrains mitgesungen.“

Zu den Czarnikauer Tagen gehörten zahlreiche Auftritte von Kindern und Jugendlichen sowie Musikgruppen. „Mittelpunkt des Festes war aber die Wahl zur Miss Polonia. Da war sogar das polnische Fernsehen dabei“, so Plath. Neben ihrem Auftritt blieb den drei Frauen zudem genug Zeit die polnische Kleinstadt zu erkunden. „Der Marktplatz war sehr beeindruckend“, sagt Plath. Dort gab es während ihres dreitägigen Aufenthaltes einen Bauernmarkt, wo von Brot über Schmuck bis zu Filzsachen vieles angeboten wurde. „Da sind wir irgendwann der Versuchung erlegen und haben jeder etwas für unsere Familien gekauft“, so Plath.

Einzig die lange Fahrt sei anstrengend gewesen. Gut 1000 Kilometer mussten die drei Frauen insgesamt bewältigen. „Wir haben uns mit dem Fahren abgewechselt“, so Eggers. Dabei hat die Hinfahrt den Gadebuscherinnen besser gefallen. „Sie dauerte zwar deutlich länger, weil wir über Landstraßen gefahren sind. Dafür konnten wir aber viel unberührte Natur sehen“, sagt Torner.

Ungläubiges Staunen herrscht zum Ausklang des Abends. Kerstin Eggers hatte im Internet nach Bildern aus Czarnkow gesucht. Bei einem Videokanal wird sie fündig. „Das ist doch die Bettlerin, die uns um einige Euro gebeten hat. Sie stellt anscheinend eigene Videos ein“, sagt Eggers und lacht. Susanne Torner und Susanne Plath stimmen mit ein. Für die drei Münzfeen steht fest, wenn sie wieder gefragt werden, wollen sie auch im kommenden Jahr in Czarkow auftreten.

 

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erstellt am 21.Jun.2014 | 00:00 Uhr

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