Serie „Gutes von hier“ : Design und Ambiente fürs Büro

Nachdem aus den riesigen Spanplatten kleine Teile in einer Presse verleimt wurden, übernehmen Arbeiter die manuelle Endproduktion und montieren beispielsweise Metallfüße an den Schränken.
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Nachdem aus den riesigen Spanplatten kleine Teile in einer Presse verleimt wurden, übernehmen Arbeiter die manuelle Endproduktion und montieren beispielsweise Metallfüße an den Schränken.

In Schönberg produziert die Firma Palmberg Schreibtische, Rollcontainer und Schränke für die Wohlfühl-Atmosphäre auf der Arbeit

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30. März 2015, 11:50 Uhr

Was 1922 als kleine Tischlerei und einer Wohnmöbel-Manufaktur im nordwestmecklenburgischen Schönberg begann, hat sich bis heute zu Europas größtem Büromöbel-Hersteller entwickelt: Bis zu 800 Büro-Schränke, 700 Schreibtische und 350 Container stellt die Firma Palmberg Büroeinrichtungen in ihrem Produktionswerk Am Palmberg her – täglich. „Jeden Tag verlassen 20 Lkw voller Möbel unser Werk, um 500 deutsche Fachhändler und 50 weitere in den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz zu beliefern“, sagt Stephan Kühl, Marketing-Leiter der Palmberg GmbH.

Nur über die Fachhändler seien die Möbel zu erwerben, erzählt der 54-Jährige, denn alle Stücke, die am einzigen Produktionsstandort in Schönberg hergestellt werden, sind 1:1-Produktionen für Auftragskunden. „Die Möbel werden zusammengebaut geliefert und müssen nicht erst noch montiert werden“, erklärt Kühl.

In der Vorfertigung des Werkes werden zugelieferte, 19 Millimeter dicke Spanplatten mit unterschiedlichen Oberflächen in verarbeitungsfertige Größen zurecht geschnitten, gefräst und gebohrt – alles vollautomatisch. 10 000 einzelne Teile fertigt das Unternehmen täglich vor, damit aus ihnen in den einzelnen Stationen des Werks – über die Verkantung, zur Montage, Endproduktion und Kontrolle – hochwertige Möbelprodukte zusammengesetzt werden können. „Von den einzelnen Stücken eines Schrankes bis zum Endprodukt vergehen drei Minuten“, erzählt der Marketing-Leiter. 495 Mitarbeiter arbeiten dafür in einem Zwei-Schicht-System.

Ob klassischer Vierfuß-Schreibtisch, Möbel mit Holzmaserung oder Kunststoffoberfläche in trendigem Weiß, schlichtem Grau oder edlem Nussbaum – die Produktionspalette von Palmberg bietet unzählige Designmöglichkeiten für die Kastenmöbel im Büro. „Dabei stellen wir Tische für Kantinen her, aber auch Konferenztische für die Management-Abteilung“, sagt Kühl. Dass das Unternehmen einst mit dem Bau von Wohnmöbeln begann, ist seiner heutigen Arbeit noch anzumerken, denn es rückt das Design in den Vordergrund. „Die Wohnmöbelindustrie hat mit seinem Ambiente und dem Design Einzug ins Büro gehalten“, meint Kühl. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten zudem belegt, erzählt der Diplom-Designer, dass sich die Motivation und Effektivität durch ein ansprechendes Ambiente steigern ließen.

Moderne Büros seien heute minimalistischer. Das zeigen auch die Ausstellungsräume der Firma in vielen deutschen Großstädten wie Hamburg, Berlin und München. Auch im 400 Quadratmeter großen Schönberger Schauraum ist zu erkennen, dass in den Büros der Zukunft Stauräume kleiner werden. „Große Archive speichert man digital in Datenbanken und Clouds“, so der Marketing-Leiter. Kabelsalate von Computer, Drucker und Co. seien Vergangenheit, elektrische Schnittstellen gehörten zur modernen Ausstattung genauso wie ergonomisch anpassbare Möbel.

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