Kaffeewerk Upahl : Der Wettstreit der Kaffeeschlürfer

Schlürfen für den Erfolg: Andreas Ohde und Robert Leukefeld (r.) waren die Finalteilnehmer des Wettbewerbs. Das Siegerticket für Bukarest sicherte sich Ohde.  Fotos: M. Schmidt
1 von 2
Schlürfen für den Erfolg: Andreas Ohde und Robert Leukefeld (r.) waren die Finalteilnehmer des Wettbewerbs. Das Siegerticket für Bukarest sicherte sich Ohde. Fotos: M. Schmidt

Im Upahler Kaffeewerk stellten sich 59 Mitarbeiter – von der Küchenfee bis zur Personalchefin – einem ungewöhnlichen Wettbewerb

von
12. Mai 2017, 21:00 Uhr

Upahl Ein gutes Näschen und einen noch viel besseren Geschmackssinnn haben Beschäftigte der Norddeutschen Kaffeewerke in Upahl bewiesen. 59 Mitarbeiter dieses Unternehmens stellten sich bei der „Cupping Championship 2017“ einer Meisterschaft, deren Sieger im nächsten Monat nach Bukarest reist. Sollte er auch dort  das Rennen gegen Konkurrenten aus dem In- und Ausland machen, lockt im besten Fall die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft.

Bei dem Wettbewerb in Upahl füllte die Jury in drei Tassen zwei Sorten Röstkaffee. Anschließend  sollten die Teilnehmer die Sorte finden, die nur einmal vorhanden war. Um den  Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, mussten  pro Durchgang unter anderem sechs Testreihen   mit insgesamt 18 Tassen Kaffee verkostet  werden.  

Die Auszubildende Jasmin Westphal interessierte das nicht die Bohne. Sie schlürfte keine einzige Tasse Kaffee,  schaffte es bei diesem Wettbewerb dennoch auf den dritten Platz. Die jeweils nicht passende Kaffeesorte hatte sie  am Geruch erkannt. „Ich habe wohl wirklich ein gutes Näschen“, meinte die junge Frau.  Produktionsmitarbeiter Robert Leukefeld kam auf den zweiten Platz. Das Ticket für Bukarest löste der gebürtige Grevesmühlener Andreas Ohde.  Der 48-Jährige ist Technischer Leiter des    Upahler Werkes und setzte sich  gegen die Konkurrenz  – vom Produktionshelfer bis zur Personalchefin – durch.    

Den Traum von Bukarest musste   Sieglinge Knorp hingegen relativ frühzeitig begraben. Die 60-Jährige ist   die Küchenfee  des Kaffeewerkes und lag als Testerin nur einmal richtig. „Dabei sein ist aber  alles“, meinte Knorp. Sie  wird nun dem Upahler Champion Andreas Ohde die Daumen für den Wettkampf in Bukarest drücken. Der Grevesmühlener ist  seit dem Produktionsstart  der Kaffeewerke im Jahr 2009 für das Unternehmen am Standort Upahl tätig. Damit ist er einer von  derzeit 110 Mitarbeitern, die pro Jahr 4700 Tonnen löslichen Kaffee herstellen.

Die Rohstoffe dazu kommen aus Vietnam, Zentralafrika und Südamerika. Sie  werden per Schiff nach Hamburg geliefert. Von dort gelangen die Container per Lastwagen nach Upahl. „Das sind etwa 500 Container pro Jahr“, so der Logistikmanager Nils Pfeilschmidt. Nach seinen Angaben wird in den Norddeutschen Kaffeewerken rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr produziert.  Besonders spezialisiert ist das Werk  auf die Herstellung von löslichem Kaffee. Dieser mache etwa 90 Prozent der Produktion aus.

Die Norddeutschen Kaffeewerke sind Teil der international agierenden Strauss Gruppe. Der Konzern beschäftigt weltweit 14 000 Mitarbeiter und ist in mehr als 20 Ländern aktiv.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen