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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 11:36 Uhr

Gadebusch : Der Start in die Zukunftswerkstatt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

In Gadebusch hat ein Kooperationsmodell zwischen Schule, Wirtschaft und Wissenschaft begonnen

von
erstellt am 09.Sep.2016 | 04:50 Uhr

Dieses Projekt könnte Schule machen: In Gadebusch sind eine Jungs- sowie eine Girls-Day-Werkstatt eröffnet worden. Darin werden sich Jugendliche ein Jahr lang in Berufen ausprobieren. Bei Schülerinnen soll vor allem das Interesse an Naturwissenschaft und Technik gefördert werden. Die Jungen wiederum erhalten einen umfassenden Einblick in die Bereiche Soziales, Erziehung, Pflege, Dienstleistungen und Design. „Wir wollen den jungen Menschen ein spannendes und zugleich breit gefächertes Berufswahlspektrum aufzeigen und mit Vorurteilen aufräumen“, sagt Projektkoordinatorin Monique Frähmke vom Bildungswerk der Wirtschaft MV.

Die Teilnehmer der beiden Projektwerkstätten sind Siebtklässler der Gadebuscher Heinrich-Heine-Schule. Einmal pro Woche treffen sie sich in der Jungs- bzw. Girls-Day-Werkstatt und kommen dort zunächst mit Fachleuten aus der Arbeitswelt ins Gespräch. In der Woche darauf folgt der Gang in das jeweilige Unternehmen, um sich ein Bild vor Ort machen zu können. Darüber hinaus werden Workshops zu Kommunikation und Teamtrainings angeboten.

Nicht nur Firmen machen mit bei diesem Projekt, sondern auch Theatermacher, Kliniken, Hochschulen, Ergotherapeuten, Hörakustiker, Schornsteinfeger und weitere Partner. So zum Beispiel auch das Jugendhilfezentrum Rehna (JHZ), wo Jungs der Erzieherberuf näher gebracht wird. Denn eines ist klar: „Der männliche Part fehlt in vielen Kitas“, sagt Heide Lappann vom JHZ.

Dass soziale Einrichtungen und Unternehmen von den beiden Werkstatt-Projekten profitieren können, davon ist Rüdiger Dohse vom Bildungswerk der Wirtschaft überzeugt. Denn Firmen bekämen relativ früh einen persönlichen Kontakt zu ausbildungsbereiten Jugendlichen. Darüber hinaus würden Schulen neue Unternehmenskooperationen knüpfen.

Die stellvertretende Leiterin der Gadebuscher Heinrich-Heine-Schule, Anngret Becker, ist schon jetzt von dem Projekt begeistert. Denn die Schülerinnen und Schüller könnten sich regelmäßig und frei von Vorurteilen beruflich ausprobieren, Fragen stellen und ihre Talente entdecken. Genau das rät auch Steffen Timm von der Fertigungstechnik Nord den jungen Leuten: „Schränkt euch nicht ein, öffnet euch und lasst die Vielfalt der verschiedenen Berufe auf euch zukommen. Versucht den für euch interessantesten Beruf zu entdecken.“

 

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