Der Liebe wegen: Mit Hund und Eseln auf nach MV

<fettakgl>Annette Peters meisterte</fettakgl> mit ihrem Freund Jürgen Weiner den ungewöhnlichen Umzug. Klaus Beer (r.), ein Freund des Paares, hatte die Beiden begleitet. An der Jarmstorfer Straße in Gadebusch  legten sie einen Zwischenstopp ein und bekamen von Anwohnern Kaffee serviert.<foto>Michael Schmidt</foto>
Annette Peters meisterte mit ihrem Freund Jürgen Weiner den ungewöhnlichen Umzug. Klaus Beer (r.), ein Freund des Paares, hatte die Beiden begleitet. An der Jarmstorfer Straße in Gadebusch legten sie einen Zwischenstopp ein und bekamen von Anwohnern Kaffee serviert.Michael Schmidt

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19. Juni 2012, 09:54 Uhr

Gadebusch | Auf nach MV mit einem Hund, zwei Eseln und Gepäck hat sich Annette Peters aus Brandenburg begeben. Schritt für Schritt meisterte die freiberufliche Tänzerin und Yoga-Lehrerin ihren Umzug von Bad Belzig aus in den Norden und legte einen 260 Kilometer langen Fußmarsch zurück. Begleitet wurde sie dabei von dem Elektriker Jürgen Weiner aus Lübseerhagen. Zwischen den Beiden hatte es schon vor Jahren "gefunkt". Jetzt soll Weiners Dorf die neue Heimat für Annette Peters werden.

"Ich bin schweren Herzens aus Bad Belzig weg, habe mein Unternehmen und mein dortiges Leben wegen der Liebe aufgegeben, um jetzt hier neu anzufangen. Ich habe mich bewusst Schritt für Schritt davon losgelöst - mit Blasen an den Füßen", verdeutlicht Annette Peters und lacht. Bereits vor zwei Wochen hatte sie ihre Wohnung in Bad Belzig aufgegeben und den Großteil ihrer Möbel mit einem Transporter nach Lübseerhagen gebracht. Den Rest holte sie mit dem Esel-Treck in den Norden.

Etwa 20 Kilometer legte das Paar mit Hund "Bobbi" und den Eseln "Maja" und "Kasimir" pro Tag dabei zurück. Um die Hufe der Esel zu schonen benutzten Peters und Weiner auf ihrer Abenteuerreise nach Möglichkeit Sandwege. Nur in Ausnahmefällen waren sie auf Asphalt- und Betonstraßen unterwegs.

Karl Beer, ein Freund des Paares, hatte sie auf der ungewöhnlichen Tour begleitet. Dabei erarbeitete sich Beer den Ruf des - so wörtlich - herrlich geduldigen Eselführers. Er schaffte es, dass es so gut wie keine Probleme mit den eigenwilligen Tieren gab. "Dass man so eine lange Strecke zu Fuß gehen kann und dann auch noch mit Eseln, hatte ich mir eigentlich auch nicht so recht vorstellen können. Das einzig wirkliche Problem war, abends eine Möglichkeit zum Akkuaufladen des Handys zu finden", so Karl Beer.

Nach ihrer Ankunft in Lübseerhagen will sich die Neu-Mecklenburgerin Annette Peters zunächst von den Reisestrapazen erholen. Danach möchte sie die beruflichen Möglichkeiten ausloten. Sie hatte bislang eine Tanzschule in Bad Belzig, plant jetzt ein Buch zu veröffentlichen.

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