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Fritz-Reuter-Bühne führt "Lünkenalarm" auf : Der Liebe droht das Aus

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Im Großen Haus des Staatstheaters wird am heutigen Sonntag die plattdeutsche Komödie "Lünkenalarm" zu sehen sein. Das Familienstück war in der NS-Zeit eines der politisch unverbindlichen Komödien.

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erstellt am 04.Feb.2012 | 03:07 Uhr

Rehna/Schwerin | Im Großen Haus des Staatstheaters wird am morgigen Sonntag die plattdeutsche Komödie "Lünkenalarm" (Beginn 18 Uhr) von Paul Schurek zu sehen sein. Das Familienstück war in der NS-Zeit eines der politisch unverbindlichen Komödien. Mit deren Aufführungen gelang es der damaligen Niederdeutschen Bühne am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin mit einigem Erfolg, sich ab 1933 vor der Aufnahme von "völ kischer" Thematik in die Spielpläne zu drücken. So wurde "Lünkenlarm" in der Spielzeit 1933/34 in Schwerin erstaufgeführt, in die nächste Spielzeit übernommen und 1943/44 wiederum auf den Spielplan gesetzt.

In dem niederdeutschen Stück geht es um Eduard und Lisbeth Bökel, die Silberne Hochzeit feiern können. Die beiden blicken eigentlich auf eine glück liche Ehe zurück. Doch plötzlich gibt es Turbulenzen statt Torten. Denn Ehemann Eduard Bökel verstrickt sich in Lügen und es ist offen, ob die beiden in alter und neuer Liebe wieder zueinander finden. Dem Autor Paul Schurek, übrigens auch dem Bildhauer Ernst Barlach persönlich verbunden und Autor eines Erinnerungsbuches an die Begegnungen mit ihm, verstand es damals perfekt, Familienkonflikte hintergründig heiter in Szene zu setzen. Aus seiner Feder stammt auch die Komödie "Stratenmusik". Mit der Schweriner Premiere dieses Stückes wurde am 29. November 1926 auch die "Niederdeutsche Bühne am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin", die heutige Fritz-Reuter-Bühne, gegründet.

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