Von Carlow an die Spree : Der Landkreis zeigt sich in Berlin

Aussteller aus Nordwestmecklenburg, die den Landkreis auf der Grünen Woche in Berlin vertreten.
Foto:
1 von 2
Aussteller aus Nordwestmecklenburg, die den Landkreis auf der Grünen Woche in Berlin vertreten.   Foto: Tore Degenkolbe

Auf der Grünen Woche präsentieren Firmen und Hersteller aus der Region ihre Produkte und werben für Nordwestmecklenburg

svz.de von
10. Januar 2018, 04:43 Uhr

Was haben hölzerne Eierbecher, veganes Kaffeegewürz und gebratener Hering gemeinsam? Sie alle repräsentieren unter dem Motto „MV tut gut“ auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin den Landkreis Nordwestmecklenburg. Einige der Aussteller, die mit nach Berlin fahren, stellten sich gestern in Wismar vor. Insgesamt vier regionale Anbieter waren vor Ort.

Mit von der Partie ist erstmals Michael Schaake aus Carlow mit seiner „Byoma Naturkost Carlow“. Bei seinem Geschäft ist der Name Programm. Der ehemalige Koch bietet rein biologische Produkte an. „Wir sind ein kleiner Betrieb von drei Leuten und stellen Nahrungsmittel ohne Geschmacksverstärker her“, erklärt der Geschäftsinhaber. Seit sechs Jahren betreibt er das Geschäft mit Hofladen in Carlow. Die Nähe zum Biosphärenreservat spiegelt sich nach seinen Worten auch in seinen Produkten wider. „Wir wollen vernünftige Lebensmittel herstellen. Das soll dann unser eigener Beitrag für eine gesunde und ausgeglichene Ernährung sein“, so Michael Schaake. Dabei sei ihm auch wichtig, in der Region zu bleiben – was die Zulieferer angeht. „Wir bekommen viele Zutaten direkt aus Nordwestmecklenburg. So werden wir noch regionaler. Und wir merken, dass der Bedarf besteht.“

Der Kundenkreis von „Byoma Naturkost Carlow“ allerdings ist nicht regional begrenzt. „Wir haben Kunden in ganz Deutschland – außer in Berlin“, berichtet der Carlower. Die Grüne Woche in der Bundeshauptstadt dient daher nicht nur der Präsentation der eigenen Produkte, sondern auch der Kundenakquise. Vielleicht könne so auch der eine oder andere Abnehmer – vornehmlich Großkunden – ein Auge auf das Carlower Unternehmen werfen, hofft der Inhaber. „Darum werden wir auch mit unserem gesamten Sortiment von 50 Produkten vor Ort sein – im Rahmen des Machbaren“, so Michael Schaake.

Neben den Bioprodukten werden aber auch weitere Speisen von zum Beispiel der Seeperle Wismar angeboten. „Wichtig ist, immer wieder mit neuen Produkten den Kunden zu überraschen“, sagt Geschäftsführerin Gisela Schadwinkel. Darum trumpft sie auch gleich mit drei Leckereien auf.

Neu und ganz anders präsentiert sich hingegen die Möbelmanufaktur Goertz aus Wismar. „Wir sind zum ersten Mal dabei. Und wir sind ja ein totaler Exot“, sagt Inhaber Torsten Goertz. Zwar könne die Möbemanufaktur keine Speisen beisteuern, wohl aber die Unterlagen. Ob Eierbecher oder Schneidebrett – die Produkte aus Eiche oder Gummibaum sollen die Vielfalt der Wismarer Industrie in Berlin abbilden. „Wir haben Produkte ausgewählt, die einen Bezug zum Essen haben“, erklärt Torsten Goertz.

Weil in der Vergangenheit viele Aussteller über die hohen Standmieten klagten, beschloss der Landkreis finanzielle Unterstützung zu leisten. Insgesamt 10 000 Euro wurden dafür zur Verfügung gestellt – 7000 Euro vom Landkreis Nordwestmecklenburg und 3000 Euro von der Hansestadt Wismar, wie Landrätin Kerstin Weiss berichtet. „Die Hersteller aus der Region bewerben nicht nur sich selbst sondern auch unseren Landkreis – auch für den Tourismus“, verdeutlichte die Landrätin. Gerade darum freue sie sich nun, dass sich mehr Aussteller als im vergangenen Jahr zusammengefunden haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen