Verein für Kultur und Toleranz Gadebusch : Der "KuT" braucht Wasser

Juliane Fiedler(r.), Johannes Grunberg (2.v.r.) diskutieren mit Kommunal- und Ausschussmitgliedern  wie Thomas  Koneczny, Bürgermeister Ulrich Howest und Carmen Heitmann (l.) das Wasser- und Abwasserprojekt in den Klubräumen. volker bohlmann
Juliane Fiedler(r.), Johannes Grunberg (2.v.r.) diskutieren mit Kommunal- und Ausschussmitgliedern wie Thomas Koneczny, Bürgermeister Ulrich Howest und Carmen Heitmann (l.) das Wasser- und Abwasserprojekt in den Klubräumen. volker bohlmann

Kunst und Kultur braucht Raum. Den haben die Mitglieder vom "KuT", dem Verein für Kultur und Toleranz Gadebusch. Was fehlt, ist ein Wasser- und Abwasseranschluss. Ein Projekt, das jetzt verwirklicht werden soll.

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15. September 2012, 01:48 Uhr

Gadebusch | Kunst und Kultur braucht Raum. Den haben die Mitglieder vom "KuT", dem Verein für Kultur und Toleranz Gadebusch, bereits 2006 am Wakenstädter Weg gefunden. Was fehlt, ist bislang noch ein Wasser- und Abwasseranschluss. Ein Projekt, das die 35 Mitglieder des Vereins gemeinsam mit der Stadt Gadebusch verwirklichen wollen. "Wir bieten Musik, Kultur und Projektarbeiten wie Schmieden. Somit ist es einfach nur gut, wenn unsere Gäste auch im Haus eine Toilette nutzen können", sagt Vereinschef Johannes Grunberg. Die Minimalanforderungen werden zwar mit einem Dixi-Haus vor dem Klubgebäude im Wakenstädter Weg erfüllt, sind aber nicht mehr zeitgemäß.

Bürgermeister Ulrich Howest und Mitglieder des Finanzausschusses und Kulturausschusses zeigten sich beim Arbeitstreffen im Klub offen für das Projekt. "Der Verein arbeitet seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich in der Stadt. Wir sollten das Vorhaben angehen. Außerdem befinden sich die Liegenschaften im Eigentum der Stadt", so Howest. Befürchtungen vor möglichen Kosten, die die Stadt dauerhaft übernehmen muss, zerstreute Juliane Fiedler. Sie ist Vereinsmitglied und engagiert sich im Kultur- und Sozialausschuss: "Die Bands, die bei uns proben, zahlen Miete. Darüber hinaus werden Vereinsbeiträge fällig." Einnahmen, die reichen sollten, die laufenden Gebühren für den Wasseranschluss zu tragen.

Knackpunkt bleiben letztlich die Investitionskosten. Hier rechnen Howest und Kommunalvertreter mit durchaus 3000 Euro. "Eine derartige Summe lässt sich nur über die Vereinsfinanzierung bereitstellen", sagt Howest. Kulturausschuss-Vorsitzender Jörg Möller verdeutlicht in diesem Zusammenhangen, dass die Projektumsetzung aber "nicht zu Lasten der bisher geförderten Vereine gehen darf". Möller weiter: "Kürzungen darf es nicht geben." Folglich reichen die bislang zur Verfügung stehenden 36 000 Euro im Stadthaushalt nicht für eine zusätzliche Investition im "KuT". Einzig allein eine Mittelaufstockung im Haushalt könne der richtige Weg sein, so Howest. Pläne dieser Art sind allerdings nicht binnen weniger Wochen realisierbar. Folglich lässt sich der Wasseranschluss nicht in 2012, aber durchaus in 2013 verwirklichen. Trotz der enormen Zeitspanne gibt sich Howest optimistisch und will die Gremien für das Projekt gewinnen. Vereinschef Johannes Grunberg signalisierte im Gegenzug die volle Unterstützung des Vereins und sieht in den vom Verein organisierten Arbeitseinsätzen der Mitglieder einen wesentlichen Beitrag, die Leitungen in Eigeninitiative kostengünstig auf dem Grundstück zu verlegen. Grunberg: "Kein Thema, wir packen mit an." Nur so lasse sich der Treffpunkt ausbauen.

Längst ist der "KuT" der Kommunikationspunkt für junge Menschen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren aus Gadebusch und Umgebung. Insbesondere, wenn alternative Programme wie Punk-, Rockmusik, kreative Schmiedearbeiten und Filmabende auf dem Programm stehen.

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