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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Dezember 2017 | 15:08 Uhr

BEHÖRDENRUFNUMMER : Der kurze Weg zur Verwaltung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Piraten fordern Einführung der Behördenrufnummer 115 - Landrätin will sich dem Projekt der Nachbarn anschließen

svz.de von
erstellt am 31.Okt.2015 | 08:00 Uhr

115 – kein Anschluss unter dieser Nummer, zumindest nicht beim Nordwestkreis. Die Nummer soll der kurze Weg in die Verwaltung sein. Schnell und unkompliziert. Die Landeshauptstadt Schwerin hat die Behördenrufnummer bereits eingeführt, die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Rügen auch. Rund 400 Kommunen deutschlandweit haben sich dem Projekt bislang angeschlossen.

Nun fordert Dennis Klüver von den Piraten Landrätin Kerstin Weiss auf, die einheitliche Behördennummer auch in Nordwestmecklenburg einzuführen. „Das Angebot ist bundesweit im Aufbau und wir können jetzt noch bestimmen nicht wieder die Letzten zu sein, die dabei mitmachen“, sagt Klüver. Er will beim nächsten Kreistag einen entsprechenden Antrag einbringen.

Im Jahr 2009 hat das Bundesinnenministerium das „Projekt D115“ aufgelegt. Bürger sollen nur eine Nummer wählen, wenn sie Auskünfte von Ämtern und Behörden haben wollen. Die Nummer soll ihnen den Irrweg durch die Verwaltung ersparen, denn die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern fällt weg. Nicht nur das kann als Vorteil der Behördennummer verbucht werden. Auch die Mitarbeiter der Verwaltung sparen Zeit, wenn sie Anrufer nicht erst zum richtigen Mitarbeiter durchstellen müssen.

Auf SVZ-Nachfrage erklärte Landrätin Kerstin Weiss nun, sie „stand und steht diesem Thema aufgeschlossen gegenüber“. Doch unter ihrer Vorgängerin, der heutigen Sozialministerin Birgit Hesse, wurde die Einführung verschoben.

Landrätin Weiss möchte nun offenbar verhindern, dass Nordwestmecklenburg den Anschluss verliert. „Ich habe diesbezüglich schon mit meinem Amtskollegen Rolf Christiansen und der Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow gesprochen, die durchaus bereit sind, Nordwestmecklenburg in ihr gemeinsames Projekt aufzunehmen. Wir werden die Sache jetzt erneut überprüfen“, erklärt sie.

Doch bis die Verwaltung in Nordwestmecklenburg unter 115 zu erreichen ist, wird es noch etwas dauern. Klüver möchte von der Verwaltung erst einmal wissen, wie teuer das Projekt ist und wie viel Personal durch den Wegfall von Telefonserviceleistungen eingespart werden könnte. Die Verwaltung soll dann eine Einschätzung liefern, wann der Startschuss fallen könnte.

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