Verwaltung : Der „Kurze Weg“ bleibt

Verteilung der Anliegen: Bau, Ordnung Sicherheit (rot-braun), Soziales (blau), Büro der Landrätin, Kommunalaufsicht (grün), unzuständig (lila)  Grafik: kreis
Verteilung der Anliegen: Bau, Ordnung Sicherheit (rot-braun), Soziales (blau), Büro der Landrätin, Kommunalaufsicht (grün), unzuständig (lila) Grafik: kreis

Bislang mehr als 100 Eingaben direkt an die Landrätin / Kritik an Baubehörde und Sozialbereich

von
11. Januar 2016, 17:50 Uhr

Ärger mit der Verwaltung oder deren Entscheidungen? Der Landkreis Nordwestmecklenburg bietet für solche Fälle eine Beschwerdestelle auf der Ebene der Verwaltungsspitze im Büro von Landrätin Kerstin Weiss an. Den sogenannten „Kurzen Weg“ nutzen allein im vergangenen Jahr 106 Bürger im Nordwesten. Das ergab eine Anfrage der Fraktion „Die Linke“. Luise Krüger, Mitglied im Kreistag: „Mit ihrer Wahl zur Landrätin wurde die Zentralstelle für Eingaben eingerichtet. Nun wollten wir wissen, wie die Bürger dieses Angebot angenommen haben.“

Mit durchschnittlich zehn Eingaben bzw. Anfragen im Monat kamen nicht wenige Anliegen auf den Tisch. „In etwa 20 Prozent der vorgetragenen Beschwerden musste festgestellt werden, dass diese, zumindest teilweise, berechtigt waren“, so die Verwaltungsspitze des Landkreises. Dabei lag der Schwerpunkt überwiegend bei Arbeitsabläufen in der Antragsbearbeitung sowie die Gewährung von Sozialleistungen.

Insbesondere bei Baufragen dürften sich einige Bürgermeister angesprochen fühlen. Im SVZ-Interview wünschte sich u. a. Klaus Babbe, Bürgermeister Königsfeld, eine „schnellere Bearbeitung von Bauanträgen“ auf der Ebene der Kreisverwaltung hinsichtlich der Entwicklung der Gemeinde.

Somit ist es selbsterklärend, dass 51 aller Anfragen auf den Fachbereich „Ordnung, Sicherheit und Bau entfielen“. Darüber hinaus wurde der Straßen- und Wegezustand kritisiert. In einem Fall übersandte der Bürgerbeauftragte eine Petition zum Zustand einer Kreisstraße. Darüber hinaus standen in 14 Fällen die Zulassungsstelle, Fahrerlaubnisbehörde, die Heimaufsicht und die Verkehrsüberwachung in der Kritik.

Platz zwei bei den Brennpunkten nimmt der Fachbereich „Jugend Soziales, Bildung und Gesundheit“ mit 33 Anfragen ein. Darin enthalten sind Entscheidungen zur Schülerbeförderung Entscheidungen über Leistungen nach Sozialgesetzbuch sowie eine Beschwerde zum Mitarbeiterverhalten gegenüber Bürgern.

Landrätin Kerstin Weiss will auch 2016 am „Kurzen Weg“ festhalten: „Er wird genutzt und hat sich bewährt. Meistens endet diese Ansprache jedoch mit einer Bestätigung des Handels der Behörde Landkreis, d.h. der Landkreis hat korrekt entschieden. Doch in einigen Fällen habe ich auch Abhilfe schaffen können.“
Für sie sei die Stelle ein wichtiger Gradmesser im Hinblick auf die Tätigkeit der Verwaltung.

Ziel der Beschwerdestelle ist es, innerhalb von 30 Tagen den Bürgern eine abschließende Antwort zukommen zu lassen. Aktuell liegt der Bearbeitungszeitraum bei 35 Tagen. Angestrebt wird laut Kreis eine Bearbeitung on weniger als 30 Tagen.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen