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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 05:00 Uhr

Gadebusch : Der „Kreml“ arbeitet weiter

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gebäude steht zum Verkauf / Firmen interessieren sich für Sitz im Zentrum für Business und Kultur

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 16:40 Uhr

Der Gadebuscher Kreml steht weiterhin zum Verkauf. „Findet sich ein geeigneter Käufer, werde ich das Objekt veräußern“, sagt Inhaber Ulf Bartel. Einem Kaufpreis von 500 000 Euro stehen nach Unternehmensangaben 90 000 Euro jährliche Einnahmen gegenüber. Der Gadebuscher hat das Gebäude der ehemaligen Kreisleitung als Zentrum für Business und Kultur aufgebaut. Dort haben sich nicht wenige Unternehmen mit ihrem Geschäftssitz niedergelassen. Vor allem der insgesamt freundliche Gewerbesteuersatz von 200 Prozent lockt ausgewählte Unternehmensgruppen nach Gadebusch. Im Gebäudekomplex ist nach Angaben von Bartel noch ein Büro frei.

Allein um die Vermietung von Büros geht es nicht. Als Veranstaltungshaus biete der Kreml Unterhaltung für unterschiedlichste Altersgruppen. Vereine und Veranstalter nutzen die Räumlichkeiten. „Disko und Tanz und das darin eingebundenen Kennenlernen erfüllen in einer Zeit sozialer Netzwerke im Internet aber nicht mehr die Anforderungen der jungen Generation“, sagt Ulf Bartel. Folglich laufen die Geschäfte mit Veranstaltungen nicht mehr so, wie in den Anfangsjahren. Die Folge: Weniger Einnahmen für die Kreml Event GmbH. Eine nicht auszuschließende Insolvenz hat Bartel vorgesorgt: „Wir bereiten seit einem Jahr ein Insolvenzverfahren vor und haben eine drohende Zahlungsunfähigkeit angemeldet“, so Bartel. So schreibe es das Gesetz vor. „Das heißt nicht, dass wir nicht zahlen können“, so der Gadebuscher. Ihm sei vielmehr an einem sauberen Geschäftsübergang gelegen. Sämtliche Vorgänge seien vom Verwalter geprüft und entsprechend eingestuft worden.

Die Geschäfte der Kreml Event GmbH wird Tochter Tanja Bartel Veranstaltungsservice mit Bruder Sascha Bartel weiterführen. Das schließe Tagesvermietungen von Räumlichkeiten wie beispielsweise zum Line Dance ein. Man werde vor Ort sein und das Haus weiterführen. „Das K2 in Grevesmühlen gehört zum Geschäftsfeld. Folglich gerät Gadebusch ins Hintertreffen“, betont Tanja Bartel, die Steigerungen nur in Verbindung mit einem anspruchsvollem Programm für möglich hält.

Dennoch ist die Zahl junger Menschen im Nordwesten rückläufig. Das wiederum habe sich bereits auf die Schließung anderer Clubs ausgewirkt. „Eine Tendenz, die der Bund Deutscher Discotheken und Tanzbetriebe, dem wir angehören, ähnlich einschätzt“, so Bartel.

Für die Vereine und Akteure in und um Gadebusch bleibt alles wie gewohnt. Der Mädchentreff Gadebusch bleibt unter dem Dach des Kremls beheimatet. Darüber hinaus hat Bartel der „Tafel“ zusätzlich Räume zur Verfügung gestellt. Die Tafel organisiert u. a. die Versorgung sozialschwacher Familien.

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