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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. August 2017 | 13:25 Uhr

Räuberjagd : Der Hotzenplotz im Spritzenhaus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Puppentheater ist wieder auf Tour und lässt Räuber Hotzenplotz sein Unwesen treiben

Räuber Hotzenplotz ist im Stress. Donnerstag trieb er sein Unwesen in Zarrentin, davor in Wittenburg und jetzt ist er schon wieder im Gadebuscher Spritzenhaus, um der Großmutter ihr Geld abzuluchsen. Das Puppentheater Zick & Krick ist auf Tour – und Marcel Welp und Patrick Sperlich lassen die Puppen tanzen und hauchen der Geschichte des Räuber Hotzenplotz von Otfried Preußler Leben ein.

Theo ist der erste im Saal. Die Bühne steht schon, in der Popcornmaschine raschelt der süße Mais und aus den Lautsprechern tönen Kinderlieder. Theo hat die freie Auswahl, und der Vierjährige aus Benzin sucht sich mit seiner Großmutter einen Platz in der ersten Reihe aus. Hier kann er später am besten sehen, wie der Kasperl und Wachtmeister Dimpfelmoser dem Räuber das Handwerk legen werden. Doch noch liegen die Puppen hinter der Bühne auf einem Tisch und starren regungslos die Decke an.

Im Sommer ist Marcel Welp Zirkusartist und schwingt sich durch die Lüfte. Der Zirkus macht jetzt Winterpause. Dafür ist die Zeit von Kasperl und Co. angebrochen. „Wir müssen auch in dieser Zeit zusehen, dass wir Einnahmen haben. Deshalb gehen wir schon seit Jahren mit dem Puppentheater auf Tour“, sagt Welp. Bei der Veranstaltung in Gadebusch wird er gleich alle fünf Handpuppen in dem 55 Minuten langen Stück selber bewegen und ihnen seine Stimme leihen müssen. Das hört sich nach viel Arbeit an. „Es geht, denn beim Puppenspiel habe ich schon viel Routine“, sagt Welp. Und drei Puppen gleichzeitig könne er auch spielen, fügt er hinzu. Wie er das macht, möchte er nicht verraten: „Berufsgeheimnis“. Sein Kollege Patrick Sperlich hat eine Mandelentzündung. „Da ist es mit dem Sprechen nicht so gut“, sagt Sperlich. Dafür steht er im Eingang des Feuerwehrhauses an der Kasse. Mittlerweile kommen immer mehr Kinder in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern. Der Räuber Hotzenplotz zieht. „Bei den fünf Vorstellungen bisher hatten wir immer über 100 Besucher. In Wittenburg sogar 180“, sagt Marcel Welp und tütet dabei Popcorn ein.

Antonia ist mit Schwester und Mutter zum Puppenspiel gekommen. Schon vor der Vorstellung darf sie Hund Wuschel in die Hand nehmen. Später, in der Pause, dürfen die anderen Kinder auch Bekanntschaft mit den Puppen machen.

Vorhang auf – und Hotzenplotz macht das, was er am besten kann: räubern. Und das macht er in den kommenden Tagen auch, am Sonnabend in Ratzeburg und Hagenow und am Sonntag in Lübz und Parchim. Ja, so ein Räuberleben ist ganz schön stressig.

 

 

 

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erstellt am 10.Jan.2014 | 22:30 Uhr

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