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Musilinski in Wismar : „Der Hexer“ zaubert wieder

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Frank Musilinski zieht es wieder ins Rampenlicht / Im Theater Wismar will der Magier sein Publikum begeistern

Der international bekannte Künstler „Der Hexer“ alias Frank Musilinski steht wieder im Rampenlicht. So will er am 31. März sein Publikum im Wismarer Theater verzaubern – mit viel Humor, Gedankenzauber, neuen Tricks und neu interpretierten Klassikern.

Kurios war übrigens sein Karrierestart. „Ich war acht Jahre alt, als ich auf einen weggeworfenen Zauberkasten stieß“, erzählt der 1963 in Wismar geborene und in Stralsund aufgewachsene Magier. Der Kasten war nicht mehr vollständig, aber das Heftchen mit den Erklärungen war noch da. Zusammen mit einem live erlebten Zauberer begann die Magie zu wirken. „Das möchte ich auch können“, beschreibt der Frank Musilinski von Heute seine damaligen Gedanken. Und lacht: „Als Kind dachte ich, wenn ich so zaubern könnte, hätte ich keine Probleme mehr im Leben, dann kann ich ja alles zaubern!“

Das gefundene Heftchen erklärte die Tricks. „Ich war leicht enttäuscht, aber ich habe die Tricks nachgebaut und meine Schulkameraden verblüfft!“ Die Eltern schenkten dem so infizierten Sohn zum Glück den Zauberkasten, den einzigen, den es zu DDR-Zeiten gab. Dazu das damalige Standardwerk zum Thema aus der Bibliothek: „Das große Buch der Magie“. Frank Musilinski zauberte auf Geburtstagsfeiern und bei „Kulturwettstreiten“.

„Mit 12 wurden wir ja in der Schule gefragt nach dem Berufswunsch. Mein Satz, ich will Zauberer werden, sorgte für schallendes Gelächter“, schmunzelt Frank Musilinski und erzählt von manch einem Showgast, der nach der Vorstellung schon zu ihm kam und vom damaligen Lachen erzählte.

Aber: Künstler mussten zu DDR-Zeiten erst einen anständigen Beruf lernen. „Ich habe Schlosser gelernt, auch die Eltern wollten das.“ Zwei Jahre hat Frank Musilinski als Schlosser gearbeitet, aber in der Zeit mehr Geld als Zauberer verdient als im Beruf.

In Halle im Steintor-Varietee bekam er seinen „Berufsausweis“ und durfte als Zauberer tätig sein. „Zu DDR-Zeiten hat man, was Kultur betrifft, die beste Unterstützung bekommen, ich wurde gefördert!“, erinnert Frank Musilinski sich an die ersten Jahre zurück.

Eineinhalb Jahre vor der Wende wurde er zur Armee eingezogen, dort hat er bei Offizierspartys beispielsweise gezaubert. „Einen Monat nach meiner Armeezeit fiel die Mauer!“ Mit der neu gewonnenen Freiheit ging Frank Musilinski nach Las Vegas, traf die weltbekannten Illusionisten Siegfried und Roy, dazu einen Mäzen aus Bremen. Mit der Inspiration und der finanziellen Unterstützung entstand eine „Mega-Show“, Frank Musilinski ließ ein Schiff oder ein ganzes Ballett auf der Bühne erscheinen. Das Ergebnis: Vor 17 Jahren wurde er Weltmeister in der Sparte Großillusion. Fernsehauftritte und große Tourneen folgen.

Aber: Die großen Geschichten kosteten Kraft und Gesundheit. 120 Auftritte hat er derzeit „nur“ noch im Jahr inklusive Firmenveranstaltungen und Privatbuchungen. Nach wie vor liebt er das Agieren mit dem Publikum.

 


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