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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 17:14 Uhr

Roggendorf : Der Globus im Schwarzlicht

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Theaterprojekt der Kirchgemeinde hat am 8. November Premiere

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 23:44 Uhr

Die Erde ist in Bewegung und um sie herum bewegt sich zumindest auf der Roggendorfer Bühne eine Mannschaft um einen kleinen Pappmaschee-Globus. Willkommen im Universum, mag da der Zuschauer glauben, aber es ist eine Illusion, eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit, dafür eine bühnenreife Vorstellung.

„Jedes Detail, jeder Handgriff muss in der mit schwarzem Stoff völlig verdunkelten Szenerie stimmen, damit wir die Zuschauer erreichen“, sagt Kirchgemeindepädagoge Steffen Nowack. Lediglich das violett schimmernde Schwarzlicht lässt helle, bemalte Requisiten erkennen. Die Protagonisten, die 20 Jugendlichen, bleiben unentdeckt, agieren schwarz verhüllt auf der Bühne, lassen den Globus wie von Geisterhand einschweben.

Die 13 bis 18-Jährigen proben seit März in der Sporthalle. Insgesamt acht Wochenenden gehören zum Projekt. Anfang November findet die Premierenfeier statt.

Die Geschichte, die die Jugendlichen erzählen, dreht sich um die Erde, die Schöpfung und das Leben. „Es geht um die biblische Schöpfung, nicht so streng, vielmehr wird das Schöne und Wunderbare herausgestellt“, erzählt Nowack.

Über die Details, wie sich die Geschichte auf der Bühne entwickelt, entscheiden die Jugendlichen selbst. Aber, es gehe um das Ganze, die Natur und die Umweltzerstörung. „Die Jugendlichen sollen durchaus einen kritischen Blick entwickeln“, sagt der Gemeindepädagoge. Dabei gilt es, das Gute zu bewahren, die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Eine Botschaft, die mit eingespielter aktueller Musik, sphärischen Klängen über das elektronische Pult von Florian Rockhof an Ausdruck gewinnt.

Rockhof kommt aus Pampow und hat, wie einige der Teilnehmer, übers Weitersagen vom Schwarzlichttheaterprojekt erfahren. „Hier kann ich meine künstlerische Ader ausleben, mich ausprobieren“, sagt der Jugendliche. Musik und Technik sind seine Leidenschaft. Einen Tisch weiter werkeln Luise, Elias, Fritz, Michelle und Lea am Bühnenbild. Das sind Farbtafeln mit weißen Buchstaben, ein noch unvollendeter Globus und mit feinem Pinselstrich gemalte Gräser auf Pappe. Proben, Bühnenbild anfertigen, gemeinsam Mahlzeiten einnehmen, übernachten im Gemeindehaus bzw. in der Sporthalle sind inklusive. Von Stress ist keine Spur. Spaß und eine Menge an Kreativität werden freigesetzt. Etwas mehr als drei Wochen bleiben den Akteuren, bevor sich am 8. November der Vorhang in der Sporthalle Roggendorf öffnet.

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