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Projekt-stopp in Rehna : Der Glasbau wird auf Eis gelegt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Klosterverein streicht das Vorhaben Empfangshalle am Kloster

von
erstellt am 28.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Der Bau der gläsernen Empfangshalle am Kloster von Rehna ist vorerst auf Eis gelegt. „Mit großer Mehrheit hat sich der Klosterverein auf seiner außerordentlichen Tagung dafür entschieden, das Projekt abzusagen“, so Burkhard Schmidt vom Klosterverein Rehna. Eine entsprechende Mitteilung erhielt die Geschäftsstelle der Leader Aktionsgruppe „Mecklenburger Schaalseeregion“. Dort hatte das Projekt Leuchtturm-Charakter und befand sich an dritter von insgesamt 23 Positionen. Insgesamt 295 000 Euro Fördermittel wurden dafür in Aussicht gestellt.

Der Entscheidung des Klostervereins vorausgegangen waren zahlreiche Gesprächsrunden in Gremien der Stadtvertretung als auch mit den Mitgliedern des Klostervereins über die Machbarkeit des Bauvorhabens.

Als strittig galt die Anbindung des geplanten Glasbaus an die bisherige Kloster- und Stadtinfo, ein Privatgebäude, das der Klosterverein in Erbpacht betreibt. Da aus Sicht der Kommunalvertreter die baurechtlichen Fragen in Bezug auf die Anbindung des Hauses am Glasbau ungeklärt waren, verabschiedet die Stadtvertretung einen Fünf-Punkte-Plan, den der Klosterverein im Vorfeld erfüllen sollte (SVZ berichtete). „Einige Forderungen waren für uns erfüllbar, andere hingegen nicht akzeptabel“, sagt Burkhard Schmidt. So beharrte der Verein auf die Schließung des Weges durch die Mauer vom Langen Haus zur Kloster- und Stadtinfo als auch an eine Anbindung des Glasbaus.

„Seit 15 Jahren engagieren wir uns für die touristische Arbeit. Als Verein wollten wir 95 000 Euro Eigenmittel investieren. Sinn macht das nur, wenn wir für unsere Arbeit einen wesentlichen Vorteil haben“, so Burkhard Schmidt. Er bezweifle, dass die Stadt mit ihrer Entscheidung über die Auflagen ihrer Verantwortung hinsichtlich der Entwicklung des ländlichen Zentralortes gerecht wird.

Der Chef der Leader Aktionsgruppe, Robert Paeplow, reagiert gelassen auf die Mitteilung: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass der Antrag zurückgezogen wurde.“ Die dafür vorgesehenen Gelder werde man für andere Zukunftsprojekte bereitstellen. Grundsätzlich gelte für Entscheidungen der Leader Aktionsgruppe: „Alle baurechtlichen sowie Fragen der Finanzierung sind im Vorfeld durch die Antragsteller abzuklären“, so Paeplow. Ein Ansatz, der auch für andere der Gruppe zur Förderung vorgeschlagener Projekte Gültigkeit besitze. Im Fall Rehna sei es schade, dass das Projekt zurückgezogen wurde.

 

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