zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 08:29 Uhr

Recycling : Der Gelbe Sack hat ausgedient

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nordwestkreis plant die Einführung der Wertstofftonne zum Januar 2015

von
erstellt am 07.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Der Gelbe Sack ist bald Geschichte. Der Kreistag von Nordwestmecklenburg wird auf der Sitzung am Donnerstag über die Zukunft der bislang verwendeten dünnwandigen Kunststoffbehältnisse in Nordwestmecklenburg entscheiden. Darauf läuft eine Beschlussvorlage des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft hinaus.

Wie der amtierende Landrat, Gerhard Rappen, gestern im Vorgespräch zum Kreistag mitteilte, wird an einer Einführung der Wertstofftonne gearbeitet. „Diese wird allen Haushalten zur Verfügung gestellt. Sie löst den Gelben Sack ab“, sagt Rappen. Er geht von einer Zustimmung des Gremiums aus. Vor allem Probleme, wie verschmutzte Straßen durch aufgerissene Kunststoffsäcke in Wohnbereichen, wolle der Abfallwirtschaftsbetrieb damit beseitigen. Laut Rappen wird die Umstellung auf die Wertstofftonne keinerlei Mehrkosten nach sich ziehen. Die Wertstofftonne wird über das Duale System Deutschland und zukünftig auch über die Abfallgebühr mitfinanziert. Probleme werde es nicht geben, der Eigenbetrieb sei gut aufgestellt, meint Rappen. Folglich erhöhe sich die Abfallgebühr nicht.

Die Verantwortung für die Sortierung und Verwertung des auf den Landkreis entfallenden Wertstoffanteils übernimmt der kreiseigene Abfallwirtschaftsbetrieb. Ziel ist eine stärkere Erfassung von hochwertigen recycelbaren Stoffen. Ob sich Grundstücksbesitzer und Bürger mit der Tonne anfreunden, das wird sich erst zeigen müssen. Sie müssen die Tonnenparade – Abfallbehälter, blaue Papiertonne, Biotonne und nun die Wertstofftonne – hinterm Haus platzieren.

Aus Verwaltungssicht spricht viel für die neuen Behältnisse. Rappen: „Es werden nicht allein Verpackungen mit dem Grünen Punkt gesammelt, sondern Wertstoffe insgesamt.“ Gelangte bisher nur die Weißblechdose vom Linseneintopf in den Gelben Sack, darf in Zukunft sogar die Bratpfanne in die Wertstofftonne. Ähnlich sieht es bei den Kunststoffen aus. „Stoffgleiche Dinge“ dürfen in die neue Tonne hinein.

Ein weiteres Thema der Kreistagssitzung beinhaltet den Weiterbetrieb der Pflegestützpunkte in Wismar und Grevesmühlen als auch künftig in einer Außenstelle in Gadebusch. Sie dienen Beratungszwecken rund um das Thema Pflege.

Zum dritten Mal wird sich der Kreistag mit der Thematik Mindestlohn beschäftigen. Nach einer bislang ablehnenden Haltung scheint ein Kompromiss in Sicht. Verwaltung und Kreisausschuss haben getagt. Möglich scheinen Vorgaben für Hausmeisterdienste, Gebäudereinigung und Objektbewachung. Für diese Bereiche wird, soweit der Kreistag dies beschließt, die 8,50-Euro-Mindestlohnregelung bei Auftragsvergabe gelten.

Der Kreistag von Nordwestmecklenburg tagt am Donnerstag, 8. Mai, ab 17.30 Uhr in der Malzfabrik von Grevesmühlen.


 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen