Tag des offenen Denkmals : Denkmäler im besonderen Fokus

Um 10 Uhr wird der Tag des offenen Denkmals am Sonntag im Grevesmühlener Bahnhofsgebäude eröffnet.   Fotos: Michael Schmidt
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Um 10 Uhr wird der Tag des offenen Denkmals am Sonntag im Grevesmühlener Bahnhofsgebäude eröffnet. Fotos: Michael Schmidt

Schlösser, Schmieden, Windmühlen sind am 13. September für Besucher geöffnet. Auftakt um 10 Uhr am Grevesmühlener Bahnhof

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10. September 2015, 23:33 Uhr

Auf eine Zeitreise können sich Einheimische und Urlauber am Sonntag, 13. September begeben. Denn in Nordwestmecklenburg werden Schlösser, Schmieden, Windmühlen und weitere Denkmäler geöffnet. Das Jahresmotto lautet „Handwerk, Technik, Industrie.“.

Eröffnet wird der Aktionstag am Sonntag um 10 Uhr im Grevesmühlener Bürgerbahnhof, der für rund 3,5 Millionen Euro saniert wird und in dem so viel wie möglich originialgetreu erhalten bleiben soll. Nicht nur das um 1870 errichtete Bahnhofsgebäude kann am Sonntag besichtigt werden, sondern auch der dazu gehörige Wasserturm.

Einen Einblick in eine Schmiede und in ein altes Handwerk können Interessierte in Neschow erhalten. Fabian Droste öffnet seine Werkstatt und zeigt, wie er Metall bei Temperaturen von 800 bis 1200 Grad bearbeitet. „Für mich ist diese Schmiede, die um 1800 entstand, meine Lebensgrundlage. Es steckt sehr viel Herzblut in diese Werkstatt“, sagt der 33-Jährige. Jahrzehntelang stand die Schmiede in dem kleinen mecklenburgischen Dorf Neschow leer, bis er 2008 das Gebäude für sich entdeckte und sie zu neuem Leben erweckte. Er restaurierte die alten Anlagen, passte Haus und Werkstatt den heutigen Erfordernissen an.

Während in Neschow das Schmiedefeuer entfacht wird, wird in Schönberg ein Lehmbackofen angeheizt. Denn auch das Team des Freilichtmuseums „Bechelsdorfer Schulzenhaus“ beteiligt sich am Denkmals-Tag und stellt Museumsbrote sowie Zuckerkuchen für die Besucher her. Darüber hinaus gibt es stündlich Führungen.

Neben Fabrik- und Speichergebäuden, Wasser- und Windmühlen oder technischen Denkmalen sind am Sonntag auch sakrale Bauten sowie Herren- und Gutshäuser zu besichtigen, wie Petra Zecher vom Landkreis Nordwestmecklenburg informiert. Nach ihren Angaben ist der Tag des offenen Denkmals inzwischen zu einem festen Ereignis geworden. „Es spiegelt die vielseitige Arbeit für die Erhaltung unseres wertvollen baukulturellen Erbes wider. Diese Arbeit ist neben dem Tätigwerden von Behörden und Handwerksbetrieben insbesondere geprägt von ehrenamtlich engagierten Vereinen und Personen.“

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