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Gadebuscher Herbstmarkt : Den Wagen voller Fässer geladen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Hommage an Gadebuscher Braukunst / Herbstmarkt startet am Sonnabend um 10 Uhr mit Umzug zur Museumsanlage

von
erstellt am 13.Sep.2016 | 20:59 Uhr

Der Bierwagen ist so gut wie bestückt. Ein paar Fässer noch, dann kann es losgehen. Hotelier Klaus Leuchtemann schultert mit Hausmeister Ivan Orlov Fass um Fass. Ihr traditioneller Bierwagen soll bis zum Herbstmarkt am kommenden Sonnabend ein echter Hingucker sein. „Wir wollen den Gästen die Bierbrau-Tradition in der Stadt Gadebusch nahe bringen“ erzählt Leuchtemann. Der diesjährige Herbstmarkt mit Erntedankgottesdienst und drei Märkten und Festumzug, dürfte das passende Podium sein. „Gadebusch besaß einst acht Brauereien. Einer der Standorte befand sich in der Schulstraße an der ehemaligen Schlachterei. Dort bauten die Brauer auch den Hopfen an“, erzählt der Gastwirt. Das sei lange her.

Die Brautradition endete 1920. Ihre erste urkundliche Erwähnung erhielten die Brauer im Jahr 1436. „Ich denke, das ist ein Blick in die Geschichte wert“, sagt Klaus Leuchtemann.

Die Idee des Gadebuschers findet sogleich Anerkennung im Vorbereitungsteam. In diesem Jahr präsentiert die Stadt Gadebusch das dritte Fest, welches die Kirchgemeinde und die Museumsanlage mit zahlreichen Helfern gemeinsam auf die Beine stellen. „Ein paar Strohballen zur Ausgestaltung des Gabentisches am Altar“, wünscht sich Pastorin Ariane Baier. Ihr Vorschlag: „Die Besucher können darauf ihre Erntegaben ablegen.“

Neben der Kirche ackern die Agrar AG Gadebusch, die Stadt, das Museum und der Museumsverein für ein unterhaltsames Festprogramm zwischen Burgsee und Schlossberg. „Es wird mit dem Schlossberg, dem Sportplatz und dem Parkplatz Amtskuhle drei verschiedene Plätze mit Angeboten an Kultur und Kulinarischem geben“, sagt Mitorganisator Uwe Tews.

Während auf dem Sportplatz historische Fahrzeuge und Oldtimer Aufstellung nehmen, dürfen die Besucher an den Verkaufsständen Amtskuhle zwischen Wollsocken und deftigen Produkten wie Wurst wählen. Auf dem Schlossberg gestalten die Teilnehmer einen Flohmarkt, der möglicherweise lange gesuchte Utensilien bereithält.

Während die Feuerwehr die Versorgung übernimmt, bieten eine Fischräucherei deftiges aus dem Buchenrauch, backt die Feuerwehr Raguth ihr Brot, demonstrieren die Montagsspinner, wie Wolle entsteht. „Nicht fehlen darf unser Kartoffelschälwettbewerb“, sagt Museumsleiterin Kornelia Neuhaus- Kühne.

Mit von der Partie sind die Kita am Burgsee vom JHZ, der Verein „Die Insel“, der Geflügelzuchtverein Gadebusch, die Waldkita Klein Hundorf und eben Klaus Leuchtemann mit Wissenswertem über Bier: „500 Jahre Reinheitsgebot lautet das Motto.“

Vor all dem gemütlichen Beisammensein heißt es sich einstimmen. Dazu dient in diesem Jahr der Festumzug. „Start ist an der Feuerwehr in der Agnes-Karll-Straße“, sagt Jörg Haase von der Agrar AG und lädt alle Gadebuscher und Gäste zum Mitmachen ein. Historische Kostüme hält bei Bedarf die Museumsanlage bereit.

 

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