zur Navigation springen

Investitionen in Gadebusch : Den Nerv der Bürger getroffen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mit der Erneuerung der Burgseebrücke erfüllt die Stadt Gadebusch den Wunsch eines Großteils der Bürger

Bisher wollte Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest nur einen Teil der Investitionsplanungen für 2015 offenlegen. Schon damit hat er aber den Nerv der Bevölkerung getroffen, wie eine Umfrage der SVZ bestätigte.

Vor allem die Erneuerung der Burgseebrücke ist für die Mehrheit der Bürger eine Herzensangelegenheit, denn sie ist Dreh- und Angelpunkt in der aktiven Freizeitgestaltung. Sei es, um einen Spaziergang um den gesamten Burgsee zu machen, schneller vom Bahnhof in die Innenstadt zu kommen oder einfach, weil sie zu Gadebusch dazu gehört. Auch der Bürgermeister selbst versicherte: „Die Burgseebrücke erachte ich als selbstverständlich.“

So kann es aussehen, wenn der Wille der Bürger, auch ohne große Anregungen, ausgeführt wird. Doch mit dem Neubau der Brücke allein scheint es noch nicht getan. Auf den Straßen Gadebuschs steht diese zwar ganz oben auf der Wunschliste, doch auch andere Anregungen für Investitionen gibt es.

Die 23-jährige Christina Watteroth zum Beispiel wünscht sich, mehr Arbeit in die Kitas zu stecken. Mehr Plätze oder Standorte sollten geschaffen werden. „Man muss sich ja schon um einen Kita-Platz bewerben, wenn man noch schwanger ist. Das kann eigentlich nicht sein“, erklärt die Gadebuscherin, die sich derzeit in der Elternzeit befindet.

Sylvia Martin stimmt mit ihrem Wunsch nach mehr Spielplätzen ein. Die Hausfrau findet „Für die Jugend sollte mehr getan werden, damit sie nicht immer auf der Straße rumhängen. Es fehlt hier vor allem an Spielplätzen.“ Und auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Parkplätze sei zu gering, so die Hausfrau. „Die neuen Investitionspläne gehen da etwas am Nötigen vorbei.“

Jan Korluss, der zwar in Mühlen Eichsen wohnt, aber in Gadebusch aufgewachsen ist, teilt die Meinung der Mehrheit, dass die Burgseebrücke zu Gadebusch dazu gehört. „Genauso wichtig sind aber ordentliche Wohnungen. Es gibt zwar die Neubaublöcke, aber ansonsten viel zu wenige Mietwohnungen“, erklärt der 41-jährige Heilpraktiker.

Robert Fett dagegen hat bescheidenere Investitionswünsche: „Ich würde mich freuen, wenn mal wieder in Feste investiert werden würde. Dann hätten die Leute wieder einen Grund raus zu gehen und sich zu treffen“, so der Bankkaufmann. Dem 26-Jährigen seien die Straßen zu menschenleer. Vielleicht kann ja die neue Burgseebrücke helfen, mehr Menschen nach draußen zu locken „Die Brücke ist ein Muss für Gadebusch. Die gehört einfach dazu“, findet auch er.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen