Ein neuer Park : Dechow erhält Jahresbaumgarten

Die Gläserne Molkerei in Dechow
Die Gläserne Molkerei in Dechow

Förderverein Biosphäre Schaalsee und Gläserne Meierei bereiten Projekt vor. Anpflanzung noch im Herbst geplant

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19. März 2014, 05:00 Uhr

Vogelkirsche, Rosskastanie, Wacholder, Sandbirke und Bergulme und im Jahr 2014 die Traubeneiche – wer all die teils seltenen, gefährdeten Baumarten aus nächster Nähe betrachten möchte, erhält voraussichtlich noch in diesem Jahr die Chance dazu. Der Förderverein des Biosphärenreservates Schaalsee plant mit der Gläsernen Meierei in Dechow die Anpflanzung eines neuen Parks mit all den Jahresbäumen aus den Jahren 1989 bis 2014. „Wir haben einen neuen Partner und die Möglichkeit, alle bisherigen 26 Baumarten anzupflanzen“, sagt Gerd Schriefer, Geschäftsführer des Fördervereins Biosphäre Schaalsee.

Längst Geschichte ist hingegen der in Thandorf initiierte Jahresbaumgarten auf dem Gelände des ehemaligen Uhlenhofes. Rund um das Fachwerkhaus wurden mit dem Förderverein Biosphäre Schaalsee und den Betreibern der ehemaligen Stickerei die Jahresbäume angepflanzt. Durch einen Besitzerwechsel und eine Umnutzung ist das Areal für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Gerd Schriefer hätte sich nach Jahren des Engagements zwar einen anderen Ausgang gewünscht, aber „immerhin wachsen die Bäume weiter“, sagt er.

Jetzt entsteht nach SVZ-Informationen südwestlich der Gläsernen Meierei in Dechow ein neuer Park mit all den Jahresbäumen, die das Kuratorium Baum des Jahres e. V. seit 1989 regelmäßig veröffentlicht. Mitglied des Kuratoriums sind namhafte Persönlichkeiten und die Natur- und Umweltverbände.

Wie das Projekt im Detail umgesetzt wird, steht laut Meierei noch nicht fest: „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein Biosphäre Schaalsee und die Möglichkeit, den Jahresbaumgarten auf dem Molkereigelände anzulegen. Derzeit befinden wir uns in Abstimmungsgesprächen für den weiteren Projektverlauf“, so Peter Knopp, Geschäftsführer der Gläsernen Molkerei. Fest steht, dass das Unternehmen als Inhaber der Regionalmarke „Mit Leib und Seele“ sein Engagement mit dem Förderverein weiter ausbaut. Gerd Schriefer hat für den neuen Park auch bereits konkrete Pläne. „Alle 26 Jahresbäume erhalten eine Informationstafel mit Kurzbeschreibung zur Art.“ Festgeschrieben werden soll auch, dass die Öffentlichkeit Zugang erhält und die JuniorRanger (Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren) das Gelände für Umweltbildungsprojekte nutzen.

Finanzielle Unterstützung gibt es von der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank eG und der Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg.

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