Holdorf : Das Warten aufs Internet

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Schnelles Internet  kommt per Glasfaserkabel in die Häuser.
Schnelles Internet kommt per Glasfaserkabel in die Häuser.

Nur acht der 90 Haushalte in Holdorf fallen derzeit in die Breitband-Förderung.

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16. September 2018, 05:00 Uhr

Der Traum vom schnellen Internet könnte für zahlreiche Einwohner der Gemeinde Holdorf nicht so schnell in Erfüllung gehen wie erhofft. Denn nach Angaben der Wemag werden dort nach jetzigem Stand nur die wenigsten Haushalte einen Glasfaser-Anschluss im Zuge der Förderprogramme des Bundes und Landes erhalten. „Große Teile von Holdorf und Meetzen sind derzeit nicht in den Förderprogrammen berücksichtigt“, sagt Madlen Lembcke von der Wemag in Holdorf. Nach ihren Angaben fallen von 90 möglichen Haushalten derzeit lediglich acht in die Förderung. Dies seien fünf bis sechs Anschlussobjekte in Steinmannshagen sowie einige wenige im Bahnhofsbereich Holdorf sowie in Meetzen.

Der Grund dafür, dass kein flächendeckender und geförderter Ausbau in der Kommune durch die Wemacom erfolgt, ist eine Entscheidung eines anderen Telekommunikationsunternehmens. Dieses hat einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Datenautobahn in der Gemeinde angemeldet. Wann dieser erfolgt, ist bislang offen.

Um doch noch in den Genuss der Breitband-Förderung zu kommen, wollen Einwohner der Gemeinde nun selbst aktiv werden. Sie planen eigenständige Breitband-Messungen zu starten und die Ergebnisse zu protokollieren. Ziel ist es, die reale Versorgungssituation beim Endkunden darzustellen. Ob die Holdorfer damit am Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten.

Für den Breitband-Ausbau im Nordwestkreis stehen 190 Millionen Euro zur Verfügung. Nach Angaben der Wemag fallen 41 000 der 60 000 Haushalte in diese Förderung.

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